Kritik an hohen Einkünften: Linken-Chef Ernst kontert

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Linken-Chef Klaus Ernst

Berlin - Linken-Chef Klaus Ernst hat die parteiinterne Kritik an seinen Einkünften zurückgewiesen. Er bekommt neben Bundestagsdiäten in Höhe von 7668 Euro noch 3500 Euro von der Partei und 1913 Euro von der Bundestagsfraktion.

“Die Regelung galt genauso für meine Vorgänger. Im Übrigen habe ich mein Arbeitsverhältnis bei der IG Metall für mein neues Amt unwiderruflich aufgegeben“, sagte Ernst der “Bild-Zeitung“. Er bekommt neben seinen Bundestagsdiäten in Höhe von 7668 Euro auch noch 3500 Euro von der Partei und 1913 Euro von der Bundestagsfraktion. Dies entspricht einem Beschluss des Parteivorstandes, bekräftigte Co-Parteichefin Gesine Lötzsch am Montag in Berlin. Lötzsch selbst übt das Amt allerdings - wie schon der frühere Parteichef Oskar Lafontaine - ehrenamtlich aus.

Dagegen bekam der damalige Parteichef Lothar Bisky nach Angaben von Lötzsch dieselbe Vergütung wie nun Klaus Ernst. Lötsch zeigte aber Verständnis für die parteiinterne Debatte. Die Linke werde die Diskussion offen führen. Nach den Worten von Lötzsch ist es aber unwahrscheinlich, dass die bisherige Regelung zur Vergütung von Parteichefs vollständig verworfen wird. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass es völlig unmöglich sein wird, für direkt gewählte Parteivorsitzende beziehungsweise Geschäftsführer, hauptamtlich zu arbeiten.“

dpa

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