Leyen fordert deutlicheres Profil der Union

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Ursula von der Leyen fordert ein klareres Profil der Union.

Berlin - Erfahrene Landesregierungschefs verlassen die CDU-Spitze, und nun kommt noch das Umfragetief hinzu. Arbeitsministerin von der Leyen sieht die Verjüngung als Chance.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert angesichts der schlechten Umfragewerte einen klareren Kurs ihrer Partei. “Die Union muss mehr zeigen, wohin wir wollen“, sagte von der Leyen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Die Bedenken von konservativen Christdemokraten, in der Partei nicht genügend Beachtung zu finden, sollten ernst genommen werden.

Werte bewahren und in globalisierte Welt übersetzen

Von der Leyen, die stellvertretende Parteivorsitzende werden will, warnte aber vor einer zu rückwärtsgewandten Politik. “Die Welt um uns herum ändert sich ständig, daran darf die Politik der CDU nicht vorbeigehen.“ Sie betonte: “Wir wollen die Werte der CDU bewahren, indem wir sie für die globalisierte Welt übersetzen.“

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Von der Leyen sieht die Veränderungen im Parteivorstand unter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel als Chance zur Modernisierung. “Es wird eine Veränderung von Sprache und Herangehensweise an die Politik geben“, sagte von der Leyen mit Blick auf das Ausscheiden der langjährigen Ministerpräsidenten Christian Wulff, Roland Koch und Jürgen Rüttgers als stellvertretende Parteichefs. Von der Leyen soll auf dem CDU-Bundesparteitag im November in Karlsruhe zu einer von vier Stellvertretern gewählt werden. Sie sagte, sie wolle “zusätzliche politische Verantwortung“ übernehmen. Die Union kam in der jüngsten Forsa-Umfrage auf 29 Prozent.

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