De Maiziere in Afghanistan: Aus für Außenposten

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere ( CDU) sitzt auf seinem Flug nach Masar-i-Scharif in Afghanistan in einem Bundeswehrflugzeug. Der Verteidigungsminister reist zum 10. Mal nach Afghanistan.

Pul-i-Khumri - Der Außenposten OP North machte Schlagzeilen, als ein afghanischer Soldat dort 2011 drei Bundeswehr-Angehörige tötete. Nun kündigt Verteidigungsminister de Maizière bei einem Truppenbesuch das Ende des Postens an.

Die Bundeswehr will ihren Außenposten OP North nahe der nordafghanischen Stadt Pul-i-Khumri noch in diesem Frühjahr schließen. Das sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Dienstag bei Truppenbesuch auf dem Observation Post (OP) in der Unruheprovinz Baghlan. Die Schließung des Außenpostens und danach auch des größeren Feldlagers in der Nachbarprovinz Kundus im Laufe des Jahres hatte die Bundesregierung bereits im November angekündigt. Genaue Daten sind weiterhin nicht bekannt.

Der Kampfeinsatz der Nato-geführten Schutztruppe Isaf soll Ende 2014 auslaufen. Danach soll ein kleinerer Nato-Einsatz sich auf die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte konzentrieren. Der OP North hatte traurige Berühmtheit erlangt, als ein afghanischer Soldat dort vor gut zwei Jahren ein Blutbad anrichtete und drei Bundeswehr-Angehörige tötete.

De Maizière war am Dienstag zunächst im deutsch geführten Regionalkommando der Isaf für Nordafghanistan in Masar-i-Scharif eingetroffen. Nach Angaben der Ministeriums sagte der CDU-Politiker, über die Jahre habe die Bundeswehr in Afghanistan „schwere Verluste erlitten und gelernt zu kämpfen“. Die verbesserte Sicherheitslage in Nordafghanistan lasse aber positiv in die Zukunft blicken.

Es ist die zehnte Afghanistan-Reise des Ministers seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren. Seit einem Jahr läuft der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Truppe ist bereits von bis zu 5350 auf rund 4350 Soldaten verkleinert worden.

dpa

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