Merkel: Bahn bewegt Menschen, Güter und Gemüter

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am Dienstag in Nürnberg während des Festakts zum 175. Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland.

Nürnberg - Vor genau 175 Jahren schnaufte die erste Dampflok durch deutsche Lande. Beim feierlichen Festakt des Jubiläums wies Bundeskanzlerin Merkel auf die historische Bedeutung der Jungfernfahrt hin.

175 Jahre Eisenbahn sind ein Grund zum Feiern - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Jahrestag der ersten Zugfahrt als ein besonderes Jubiläum gewürdigt. “Seit 175 Jahren bewegt die Eisenbahn in Deutschland nicht nur Güter und Personen, sondern auch die Gemüter“, sagte Merkel am Dienstagabend beim offiziellen Festakt der Deutschen Bahn (DB) in Nürnberg.

Am 7. Dezember 1835 war die Dampflokomotive “Adler“ von Nürnberg nach Fürth geschnauft, umgebaute Postkutschen dienten den rund 200 Ehrengästen als Waggons.

Im zersplitterten Deutschland habe die Eisenbahn im wahrsten Sinne Schranken überwunden, betonte Merkel vor 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. “Und die Industrialisierung hätte ohne Eisenbahn vielleicht noch lange auf sich warten lassen.“ Die Zukunft der Bahn sieht Merkel wegen der zunehmenden Mobilität als gesichert.

Merkels Frisur im Wandel der Zeit

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Bahn-Chef Rüdiger Grube zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, dass die Bahn auch künftig eine bedeutende Rolle spiele. “Globalisierung, Urbanisierung, Mobilität und Ressourcenschonung sind weltweite Trends, und sie sprechen eindeutig für die Deutsche Bahn.“ Er wies daraufhin, dass das deutsche Schienennetz weltweit das am stärksten befahrene sei.

Grube erinnerte an die geschichtliche Bedeutung der Bahn. “Sie hat Industrialisierung und Wohlstand überhaupt erst möglich gemacht. Sie wurde aber auch zum Werkzeug des Krieges.“ Die Deportationen von zahllosen Juden und anderen Verfolgten des Dritten Reiches seien das dunkelste Kapitel der Bahngeschichte.

Heute seien Pünktlichkeit, Schnelligkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit und Sauberkeit die wichtigsten Aufgaben der DB, erläuterte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). “Die Deutsche Bahn wird weiter wachsen. Und es werden auch weiterhin Großprojekte möglich sein müssen und von der Politik vertreten werden“, betonte Ramsauer mit Blick auf die Diskussion um Stuttgart 21.

Im Laufe des Jahres hatten zahlreiche Veranstaltungen zum Bahnjubiläum stattgefunden. Im Mittelpunkt standen die Städte Nürnberg und Fürth, die am Dienstagabend von der Bahn jeweils einen Scheck über 50 000 Euro für den Fürther Marathon sowie eine Kleinbahnanlage im Nürnberger Tiergarten überreicht bekamen.

dpa

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