Missbrauchs-Vorwürfe gegen Soldaten: UN wollen Aufklärung

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Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. Foto: Martial Trezzini

Genf (dpa) - Die Vereinten Nationen drängen auf intensivere Aufklärung von Vorwürfen, dass unter anderem französische Soldaten bei ihrem Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik mehrere Kinder vergewaltigt haben sollen.

"Diese Vorwürfe sind zutiefst verstörend", erklärte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Montag in Genf. In einigen Fällen hätten sich die von der Bevölkerung ersehnten Beschützer in Angreifer verwandelt.

Die Herkunftsländer seien aufgefordert, die Soldaten angemessen zu bestrafen. Die UN würden ein Team entsenden, das solche Vorfälle künftig verhindern solle, kündigte al-Hussein an. Allerdings waren die UN in den vergangenen Monaten selber mit Vorwürfen konfrontiert, dass zumindest ein UN-Mitarbeiter wegen weitergeleiteter Informationen über die Gewalttaten große Probleme bekommen habe.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Anfang Mai ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eröffnet. Sechs Jungen im Alter von 9 bis 13 Jahren hatten laut einem vertraulichen UN-Bericht ausgesagt, Opfer und Zeugen sexueller Übergriffe durch französische Militärs gewesen zu sein. Frankreich hatte Ende 2013 Soldaten zum Schutz der Zivilisten in das krisengeschüttelte Land geschickt.

UN-Report zu den Vorfällen

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