Mutmaßliche Al-Kaida-Helfer festgenommen

Barcelona - Die spanische Polizei hat in Barcelona acht mutmaßliche Helfer islamistischer Terror-Organisationen festgenommen. Sie sollen an den Anschlägen in Mumbai 2008 beteiligt gewesen sein.

Wie am Mittwoch aus Ermittlerkreisen verlautete, sollen die aus Pakistan stammenden Verdächtigen Terrorgruppen des Al-Kaida-Netzes mit gefälschten Pässen und Visa versorgt haben. Es bestehe auch der Verdacht, dass die Festgenommenen die Terroristen unterstützten, die die Anschlagsserie 2008 in Mumbai (früher Bombay) verübt hatte. Bei dem Terrorangriff auf die westindische Finanzmetropole waren im November vor zwei Jahren mehr als 160 Menschen getötet worden.

Für die Anschläge wird die aus Pakistan heraus operierende Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) verantwortlich gemacht. Die Festgenommenen in Barcelona bildeten nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE eine Zelle, die sich auf die Fälschung von Reisepässen spezialisiert hatte. Die falschen Papiere sollen über ein Verteilernetz an islamistische Terrorgruppen in aller Welt verschickt worden sein.

Die acht Pakistaner stünden auch im Verdacht, Al-Kaida finanziell unterstützt zu haben. Die Polizei hatte im Altstadtviertel Raval, in dem zahlreiche Zuwanderer leben, bei einer Razzia mehrere Wohnungen durchsucht. Die Verdächtigen leisteten bei ihrer Festnahme keinen Widerstand. In Barcelona hatte die Polizei in den vergangenen Jahren mehrere Gruppen von Al-Kaida-Helfern zerschlagen.

dpa

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