Netanjahu: Anschlag hat keinen Einfluss auf Siedlungspolitik

Washington - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Mord an vier Israelis verurteilt. Er stellte jedoch klar, dass der Anschlag keinen Einfluss auf die Siedlungspolitik haben werde.

Zugleich betonte er, der Anschlag werde keinen Einfluss auf die israelische Siedlungspolitik haben. “Terror wird weder die Grenzen Israels festlegen noch die Zukunft der Siedlungen bestimmen“, sagte Netanjahu am Dienstag nach Ankunft in Washington. Dort sollen am Donnerstag die ersten direkten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern beginnen. Zu dem Anschlag im Westjordanland bekannte sich die militante Hamas-Organisation.

Der israelische Siedlerrat hat nach dem tödlichen Anschlag das vorzeitige Ende des Baustopps im Westjordanland angekündigt. Der israelische Rundfunk meldete am Mittwoch, die Bauaktivitäten sollten nach Willen des Siedlerrats schon am Abend wieder aufgenommen werden.

Befristeter Baustopp endet

Mitglieder der radikal-islamischen Hamas-Organisation hatten am Dienstagabend in der Nähe von Hebron das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug eröffnet. Dabei kamen zwei Männer und zwei Frauen ums Leben. Nach israelischen Medienberichten handelt es sich bei den Toten um ein Ehepaar aus der Siedlung Beit Chagai sowie zwei Einwohner der Siedlerhochburg Kiriat Arba. Das Ehepaar Izchak und Tali Imas hinterlässt nach israelischen Medienberichten sechs Kinder im Alter von 24 bis fünf Jahren. Die Opfer sollten am Vormittag begraben werden.

Am 26. September endet ein auf zehn Monate befristeter Baustopp Israels im Westjordanland. Die Palästinenser haben gedroht, die neuen Friedensgespräche mit Israel sofort wieder abzubrechen, sollten die Bauaktivitäten nach diesem Tag wieder aufgenommen werden. Die israelische Regierung hat bislang keine Bereitschaft zu Verlängerung des Moratoriums gezeigt.

DAPD

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