Neue Kämpfe: Syrische Aktivisten melden 124 Tote

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Syrische Rebellen am Montag in der Nähe der Stadt Sarmin im Norden des Landes.

Beirut - Bei neuer Gewalt in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten am Montag 124 Menschen getötet worden.

Allein 64 seien bei der Flucht aus einem belagerten Gebiet ums Leben gekommen, hieß es am Abend. Die Gesamtzahl der Opfer seit Beginn der Aufstände gegen das Regime von Präsident Baschar Assad vor elf Monaten liegt nach Angeben des in London ansässigen Syrischen Observatoriums für Menschenrechte inzwischen bei über 8.000. Mehr als 5.800 der Getöteten seien Zivilpersonen gewesen, bei den übrigen Opfern habe es sich um Mitglieder der Sicherheitskräfte oder um Deserteure gehandelt, teilte die Gruppe am Montag mit.

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Die US-Regierung hat das Verfassungsreferendum in Syrien als absolut zynisch und lächerlich bezeichnet. “Er (Präsident Baschar al-Assad) hat im Grunde nichts anderes getan, als ein Stück Papier, über das er die Kontrolle hat, zu einer von ihm kontrollierten Abstimmung zu stellen, so dass er die Kontrolle behalten kann“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, am Montag in Washington weiter.

Unabhängig davon, wie lächerlich Assads Vorschläge für eine Verfassungsreform seien, könne man natürlich auch nicht einschätzen, inwieweit das Votum am Sonntag überhaupt so etwas wie eine Volksabstimmung gewesen sei, so die Sprecherin. Sie verwies auf die anhaltenden Angriffe von Regierungstruppen gegen Protesthochburgen und fragte: “Wie kann beim besten Willen unter solchen Bedingungen irgendein demokratischer Prozess stattfinden?“

Die Regierung in Damaskus hatte das Referendum am Montag als Erfolg gefeiert. Dem Innenministerium zufolge stimmten 89,4 Prozent der Wähler für die neue Verfassung.

dapd/dpa

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