Nach Festnahme in Sotschi

Pussy-Riot legt nach: Neues Video gegen Putin

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Nadeschda Tolokonnikova (re.), Maria Aljochina (2.v.li.) und maskierte Mitglieder der Protestband "Pussy Riot" gaben vor dem Hotel in Sotschi eine improvisierte Pressekonferenz. 

Sotschi  - Die Antwort auf die Festnahme von Pussy-Riot-Aktivistinnen in Sotschi kam prompt: In einem Punkvideo mit dem Titel "Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben" geht die Punkband wieder auf Konfrontationskurs.

Die Protestgruppe Pussy Riot hat nach mehreren Festnahmen durch die russische Polizei in der Olympiastadt Sotschi ein neues kremlkritisches Punkvideo veröffentlicht

Der Clip „Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben“ ging am Donnerstagmorgen im Internet online. In dem rund zweieinhalb Minuten langen Film ist unter anderem zu sehen, wie ein uniformierter Kosake in Sotschi mit einer Peitsche brutal auf die mit Strickmasken getarnten Frauen losgeht. Die Kosaken sehen sich selbst als Hilfspolizisten.

Sehen Sie hier das Video bei youtube

Die Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa  und Maria Aljochina hatten für Donnerstagmorgen in Sotschi eine Pressekonferenz angekündigt. Zahlreiche Sicherheitskräfte blockierten den Zugang zum Ort der Veranstaltung. Das Hotel habe den Termin unter Hinweis auf ein angeblich geplatztes Rohr abgesagt, teilte Tolokonnikowa mit. Im ganzen Olympiaort habe Pussy Riot auf der Suche nach Räumen Absagen kassiert. Die Pressekonferenz fand daher vor dem Gebäude statt. Am 23. Dezember waren Tolokonnikowa und Aljochina im Zuge einer Amnestie nach fast zwei Jahren vorzeitig aus dem Straflager entlassen worden.

Gruppe tanzt vor den olympischen Ringen

In dem Clip tanzt die Gruppe vor den olympischen Ringen. In dem russischsprachigen Lied prangern die Aktivistinnen das beispiellose Polizeiaufgebot in Sotschi sowie die Rekordausgaben von rund 37,5 Milliarden Euro für die Olympischen Winterspiele an, die als Prestigeprojekt von Kremlchef Wladimir Putin gelten. „Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben“ („Putin nautschit tebja ljubit rodinu“) heißt es immer ironisch wieder im Refrain.

Die Aktivistinnen waren in Sotschi vor einigen Tagen in einem angeblichen Diebstahlsfall von der Polizei abgeführt und nach eigener Darstellung misshandelt worden. Sie wurden später freigelassen.

dpa

Pussy Riot: Auftritt mit Putin-Kritik in Sotschi

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