Papandreou: Athen zahlt Hilfen zurück

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Griechenlands Ministerpräsident Papandreou beschreibt sein Verhältnis zu Bundeskanzlerin Merkel als "gut und aufrichtig".

Madrid - Griechenland hat bekräftigt, dass es die Hilfen zur Sanierung seiner Staatsfinanzen zurückzahlen wird.

“Wir haben nicht um Geldgeschenke gebeten“, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou der spanischen Zeitung “El País“ (Sonntag). “Was wir brauchten, waren Kredite, die wir später zurückzahlen werden. Wir werden dafür erheblich höhere Zinsen zahlen als die meisten anderen EU-Länder.“

Der sozialistische Regierungschef räumte ein, dass die Debatte über die Hilfe Ressentiments zwischen Deutschen und Griechen aufkommen ließ. “Es herrscht eine gewisse Feindseligkeit.“ Auf beiden Seiten seien Vorurteile verbreitet worden. “Stereotypen haben in Europa noch nie weitergeholfen“, betonte Papandreou. Er gehe aber davon aus, dass der dadurch entstandene Schaden wieder zu beheben sei.

Sein Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel beschrieb der Ministerpräsident als “gut und aufrichtig“. “Ich hatte ihr gesagt, dass die Gefahr einer Ausbreitung der Finanzkrise bestand, wenn wir nicht rasch handelten. (...) Andererseits verstehe ich aber auch, dass die Kanzlerin (mit einer raschen Reaktion) verfassungsrechtliche und innenpolitische Probleme hatte.“

Papandreou räumte ein, dass die Krise ausgebrochen sei, weil Athen seinen Staatshaushalt schlecht geführt hatte. “Aber es kam hinzu, dass die Eurozone keine Mechanismen besaß, dies aufzudecken. Wir trugen quasi dazu bei, die Schwächen der Eurozone ans Licht zu bringen“, sagte der Regierungschef. “Die Krise hätte auch in einem anderen Land ausbrechen können. Aber es traf Griechenland.“

dpa

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