Neun Namen rot markiert

Hatten die Salafisten eine Todesliste?

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Oberstaatsanwalt Volker Bittner (l) und der leitende Polizeidirektor Rainer Pannenbäcker beantworten die Fragen von Journalisten.

Essen - Die von der Polizei vereitelten Anschlagspläne radikal-islamischer Salafisten galten offenbar nicht nur dem Chef, sondern noch weiteren Mitgliedern der rechtsextremen Partei Pro NRW.

Bei den Festnahmen der vier Verdächtigen sei in einer Wohnung eine Liste mit insgesamt neun rot markierten Personen gefunden worden, sagte der Essener Ermittlungsleiter Rainer Pannenbäcker am Mittwochabend. Dass dies eine „Todesliste“ sei, könne er nicht bestätigen. Das müssten die Vernehmungen der Verdächtigen ergeben.

Er gehe nicht davon aus, dass noch Mitglieder der Tätergruppe, die die Anschläge geplant hätten, auf freiem Fuß seien. Bei der Durchsuchung zweier Wohnungen in Essen und Bonnseien eine scharfe, durchgeladene Pistole, ein Totschläger, eine schusssichere Weste und gut 600 Gramm sprengstofffähiger Stoff gefunden worden.

Die Polizei habe die Gefährlichkeit der Gruppe so hoch eingeschätzt, dass sie am frühen Morgen zugegriffen habe. Schon davor habe sie deren Aktivitäten mit „operativen Maßnahmen“ verfolgt, sagte Pannenbäcker. Offenbar wurden sie abgehört.

dpa

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