Proteste gegen Gierbanker auch in Deutschland

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Attac sieht sich "in einer Linie mit der 'Occupy Wall Street'-Bewegung“.

Berlin - Nach dem Vorbild der Proteste an der Wall Street soll es am Samstag in 40 deutschen Städten zu Demonstrationen gegen die Finanzindustrie kommen. Was die Bewegung fordert:

Die internationalen Proteste gegen die Finanzindustrie könnten sich bald auch auf Deutschland ausweiten. Für Samstag (15. Oktober) ruft die Bewegung “Echte Demokratie Jetzt!“ zu Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet auf. “Wir sehen uns in einer Linie mit der 'Occupy Wall Street'-Bewegung“, sagte der Attac-Sprecher Nick Nagler am Mittwoch.

In über 40 deutschen Städten seien bereits Demonstrationen und Versammlungen angemeldet worden, teilte die Bewegung mit. Die internationale Demokratiebewegung hatte für das Wochenende zu weltweiten Protesten aufgerufen.

“Es muss das Primat der Politik über die Finanzwirtschaft hergestellt werden. Das kann aber nur gelingen, wenn auch die Politik wieder unter demokratische Kontrolle gebracht wird“, erklärt Nagler. “Wir brauchen Menschen, die abseits von Organisationen wie Parteien oder Gewerkschaften ihre kollektive Intelligenz nutzen, um die Demokratie voranzubringen.“

Marsch zum Kanzleramt

Die wohl größte Demonstration in Deutschland wird in Frankfurt am Main erwartet. Bei einer Protestveranstaltung vor der Europäischen Zentralbank rechnen die Veranstalter mit mehreren Tausend Menschen. In Berlin wollen die Aktivisten vom Roten Rathaus zum Kanzleramt marschieren.

Zu den konkreten Forderungen der Bewegung, die sich als offenes Netzwerk versteht, gehört die Stärkung direkter Demokratie, der Stopp von finanziellen Anpassungs- und Rettungsplänen und der Rücktritt der Bundesregierung.

dapd

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