Proteste gegen Roma-Abschiebungen

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Tausende protestieren gegen die Abschiebung von Roma nach Osteuropa.

Paris - In Paris haben am Samstag Tausende Menschen gegen das Vorgehen der französischen Regierung gegen Roma protestiert.

Die Demonstranten warfen Präsident Nicolas Sarkozy vor, aus politischem Kalkül Vorurteile gegen Minderheiten zu schüren. Menschenrechtsaktivisten, Gewerkschaften und linke Parteien beteiligten sich an den Protestaktionen. Nach Angaben der Organisatoren gingen die Menschen in 135 Städten auf die Straße. Auch in anderen europäischen Ländern waren Demonstrationen vor den französischen Botschaften geplant.

Sarkozy hatte im Juli neue Maßnahmen in der Verbrechensbekämpfung angekündigt. Dazu gehört die Massenabschiebung von rund 1.000 Roma nach Osteuropa in den vergangenen Wochen. Der Staatschef verordnete den harten Kurs, nachdem Angehörige der ethnischen Minderheit Mitte Juli ein Polizeirevier im Loire-Tal verwüstet hatten.

Zuvor war ein junger Roma nach einer Verkehrskontrolle von Polizisten auf der Flucht erschossen worden. Kritiker warfen Sarkozy damals vor, mit der Vermischung von Sicherheits- und Einwanderungspolitik von einer Steuer- und Parteispendenaffäre ablenken zu wollen, die die Öffentlichkeit wochenlang in Atem hielt.

dapd

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