1. Werra-Rundschau
  2. Politik

Russischer Angriff nahe Odessa: Mindestens 20 Tote

Erstellt:

Kommentare

Helfer inspizieren die Schäden nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk.
Helfer inspizieren die Schäden nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk. © IMAGO/Orlando Barría

Die Zahl der Opfer nach einem russischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus hat sich auf 20 erhöht. Die Bundesregierung verurteilte die Angriffe im Großraum Odessa.

Odessa - Die Zahl der Toten infolge russischer Raketenangriffe nahe Bilhorod-Dnistrowskyj im Süden der Ukraine nahe der Großstadt Odessa ist nach ukrainischen Angaben auf mindestens 20 gestiegen. Dies teilte der Zivilischutz am Freitag mit. Zunächst war von zehn Todesopfern die Rede gewesen. Mindestens 38 Menschen wurden weiter in Krankenhäusern behandelt.

Der Militärverwaltung zufolge schlugen insgesamt drei russische Raketen ein. Dabei seien ein Mehrfamilienhaus und ein Erholungszentrum getroffen worden. Die Raketen des Typs X-22 seien von russischen Tu-22-Bombern über dem Schwarzen Meer abgefeuert worden. Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen.

Seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar haben die Vereinten Nationen mehr als 4700 getötete Zivilisten erfasst. Die UN geht aber von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

Bundesregierung verurteilt russische Angriffe nahe Odessa    

Die Bundesregierung hat den russischen Raketenangriff auf ein ziviles Wohngebäude und auf ein Freizeitzentrum in der Region Odessa mit vielen Toten auf das Schärfste verurteilt. «Dies führt uns erneut auf grausame Art und Weise vor, dass der russische Aggressor den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf nimmt», sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Das Vorgehen der russischen Seite, die hier erneut von Kollateralschäden spreche, sei menschenverachtend und zynisch. Auch die russische Bevölkerung müsse dieser Wahrheit endlich ins Auge sehen.

Die Bundesregierung verurteile erneut «den abscheulichen Angriff auch auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk vor einigen Tagen», sagte Hebestreit. Er betonte: «Angriffe auf Zivilistinnen und Zivilisten sind Kriegsverbrechen. Der russische Präsident (Wladimir) Putin und die Verantwortlichen werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden müssen.» Bei dem Raketeneinschlag in einem Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk am Montag waren nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 18 Menschen gestorben.

Die Zahl der Toten nach russischen Raketenangriffen nahe der Großstadt Odessa ist nach ukrainischen Angaben auf mindestens 18 gestiegen. Das teilte der Militärgouverneur des Gebiets Odessa, Maxym Martschenko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Mindestens 39 Menschen wurden demnach verletzt. Der Militärverwaltung zufolge schlugen drei russische Raketen ein. Dabei seien ein Mehrfamilienhaus und ein Erholungszentrum getroffen worden. Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. (dpa)

Auch interessant

Kommentare