Große Mehrheit gegen Abschaffung

Schweizer behalten Wehrpflicht bei

Zürich - Die Schweizer haben am Sonntag in einem Referendum die Abschaffung der Wehrpflicht mit großer Mehrheit abgelehnt.

Wie Nachwahlbefragungen des Meinungsforschungsinstituts GFS für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTS ergaben, stimmten 73 Prozent der Wähler gegen die Abschaffung und nur 27 Prozent dafür.

Initiiert hatte das Referendum die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. Ihr gehören unter anderen Sozialisten, die Grünen sowie Friedensorganisationen und Feministinnen an. Von den großen Parteien unterstützten nur die Sozialdemokraten (SP) die Initiative. Dagegen waren die rechtsgerichteten Parteien, mehrheitlich sprachen sich auch beide Parlamentskammern sowie die Regierung dagegen aus.

Nach dem bisherigen und nun bestätigten System müssen alle Schweizer Männer zwischen 18 und 32 Jahren zur Armee. Nach einer siebenwöchigen Grundausbildung werden sie über die Jahre hinweg immer wieder zu Übungen herangezogen, ihre Waffe behalten sie in der Zwischenzeit bei sich zu Hause - seit 1992 allerdings können Verweigerer Zivildienst leisten.

Die Gegner der allgemeinen Wehrpflicht halten sie für ein Relikt. Ihre Befürworter sehen sie hingegen als Symbol der nationalen Identität und Garant der nationalen Sicherheit.

afp

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