Streit in Koalition um Freiwilligendienst

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In der Koalition ist ein Streit um die Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ( CDU) zum geplanten Freiwilligendienst entbrannt.

Berlin - In der Koalition ist ein Streit um die Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zum geplanten Freiwilligendienst entbrannt.

Für den Fall der Aussetzung von Wehr- und Zivildienst will die Ministerin einen Bundesfreiwilligendienst einrichten. Die Unionsfraktion unterstützt dieses Vorhaben. Der Regierungspartner kritisiert hingegen die Pläne. Die FDP werde keiner Regelung zustimmen, die künftig ein Zwei- Klassen-System bei den Freiwilligendiensten schafft, sagte Zivildienstexperte Florian Bernschneider der “Berliner Zeitung“ (Freitag).

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Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär , erklärte dagegen, dass Schröders Plänen zufolge Bundesfreiwilligendienst und Jugendfreiwilligendienste gleichberechtigt nebeneinanderstehen würden. Dadurch würden unnötige Doppelstrukturen vermieden. Die Grünen kritisierten die Pläne als “unausgegoren und strukturell widersinnig“. Die Bundeswehr steht vor einer tiefgreifenden Reform. Unter anderem könnte die Wehrpflicht ausgesetzt werden. Stattdessen soll es einen “Freiwilligendienst“ geben.

dpa

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