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Türkischer Popstar Aksu unter Beschuss von Religionsbehörde

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Sezen Aksu
Die türkische Queen of Pop, Sezen Aksu, steht im Rahmen ihrer Deutschland-Tournee in Berlin auf der Bühne (Archivbild). © Maurizio Gambarini/dpa

Sie gilt als die Popikone in der Türkei. Nun gerät die Sängerin Sezen Aksu ins Visier der Religionsbehörde. Der Vorwurf: Beleidigung religiöser Werte.

Istanbul - Eine Anzeige gegen die bekannte türkische Sängerin Sezen Aksu wegen eines Lieds, in dem sie Adam und Eva beleidigt haben soll, hat in der Türkei für viel Aufsehen gesorgt.

Neben mehreren Künstlern zeigte sich auch der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu solidarisch mit Aksu und wertete das Vorgehen am Dienstag in einem Tweet als Versuch, Künstler zum Schweigen zu bringen.

Wegen Zeilen aus einem 2017 erstmals erschienenen Lied hatten regierungsnahe und religiös-konservative Gruppen die Sängerin zur Zielscheibe von Kritik gemacht. Eine Gruppe von Anwälten reichte Anzeige gegen Aksu ein. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wird ihr darin vorgeworfen, religiöse Werte beleidigt zu haben. In dem Lied „Sahane bir sey yasamak“ singt Aksu „Grüßt mir die Ignoranten, Adam und Eva“. Zu Neujahr hatte Aksu ein neues Video zu dem Song veröffentlicht. Adam gilt im Islam als Prophet.

Anadolu zufolge veröffentlichte die oberste Religionsbehörde in der Türkei, die Diyanet, ein Schreiben, in dem sie zu höchster Vorsicht im Umgang mit dem Islam aufrief, ohne Aksu direkt zu erwähnen. Jeder Satz müsse gut überlegt sein.

Die 67-jährige Aksu gilt als Pionierin des türkischen Pop. Sie hat sich bisher noch nicht zu der Angelegenheit geäußert. dpa

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