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„Funktioniert so nicht“: Strack-Zimmermann will schwere Waffenlieferungen an die Ukraine

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Von: Nail Akkoyun

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Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) fordert seit geraumer Zeit die direkte Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine. (Archivfoto)
Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) fordert seit geraumer Zeit die direkte Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine. (Archivfoto) © Michael Gstettenbauer/Imago

Nicht über Bündnispartner, sondern direkt an die Ukraine sollten schwere Waffen geliefert werden. Dafür plädiert FDP-Politikerin Strack-Zimmermann.

Berlin – Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann setzt sich aufgrund der Erfahrungen des Ringtauschs mit Drittländern für Direktlieferungen schwerer Waffen aus Deutschland in die Ukraine ein. „Die Idee des Ringtauschs macht Sinn. Aber es läuft nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Strack-Zimmermann der Rheinischen Post am Freitag (22. Juli).

„Wir müssen dann auch den Mut haben einzugestehen, dass es nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben und sollten gegebenenfalls stattdessen direkt an die Ukraine liefern“, betonte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

Ringtausch bedeutet, dass osteuropäische Bündnispartner Waffen sowjetischer Bauart in die Ukraine liefern und dafür von Deutschland Waffen als Ausgleich erhalten. Die Waffen sowjetischer Bauart können von den ukrainischen Streitkräften leichter bedient werden als Geräte aus westlicher Produktion, die für sie neu sind. Anfang Juli hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Bundestag weitere Waffenlieferungen für den Ukraine-Krieg im Zuge des sogenannten Ringtauschs für die kommenden Wochen angekündigt.

Ukraine-Krieg: Strack-Zimmermann glaubt, man hätte „deutlich mehr machen können“

Strack-Zimmermann forderte bereits im Juli die direkte Lieferung von schweren Waffen an die kriegsgebeutelte Ukraine. Im Interview mit dem Münchner Merkur erklärte sie, dass Deutschland im Ukraine-Krieg bisher zwar viel getan habe, „aber im Verhältnis unseres wirtschaftlichen Potenzials zu dem anderer Länder, und was die in den letzten Wochen an die Ukraine geliefert haben – hätten wir deutlich mehr machen können.“

Am vergangenen Sonntag (17. Juli) bat die Verteidigungspolitikerin darüber hinaus in einem offenen Brief um die Einberufung einer „nationalen Ukraine-Konferenz“ – eine Idee, die vom Bundeskanzleramt jedoch abgeschmettert wurde. Strack-Zimmermann schrieb auf Twitter, sie hoffe, dass man „in diesem Stil“ nicht auf die Bitten der Ukraine reagiere. (nak/dpa)

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