Ärger um Falschmeldung

Wegen Hoeneß: Seehofer wettert gegen ZDF

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Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer (l)im April 2010 in Wildbad Kreuth mit dem Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

München - CSU-Chef Horst Seehofer hat das ZDF scharf kritisiert. Grund: Das "heute journal" hatte fälschlicherweise behauptet, dass Bayern-Präsident Uli Hoeneß aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden sei.

CSU-Chef Horst Seehofer ging am Montag mit scharfer Kritik am ZDF und anderen Medien zum Gegenangriff über, denen er bewusste Manipulation der Berichterstattung vorwarf: „Wenn ein bestimmtes Maß an Unrichtigkeit überschritten ist, muss man sich wehren dürfen.“ Er werde ab jetzt mit aller Konsequenz gegen solche Vorfälle vorgehen - politisch und gegebenenfalls rechtlich.

Nicht nur in der CSU wächst der Unmut der Politiker, die sich in der Verwandtschaftsaffäre zu Unrecht pauschal an den Pranger gestellt fühlen. Mittlerweile haben im Landtag 52 Abgeordnete aller fünf Fraktionen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie sich gegen pauschale Abzocke-Vorwürfe wehren. „Wie wenn man auf der Treibjagd ist, und die Bluthunde wittern eine Blutspur“, kritisierte Seehofer vor Beginn der CSU-Vorstandssitzung in München. „Da wird nicht mehr links und rechts geschaut, das ist schlimm. (...) Wir lassen nicht mit uns Schlitten fahren.“

Wer in welchem Bundesland regiert

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Anlass von Seehofers Medienkritik war unter anderem ein Bericht des „heute-journal“ über Seehofers Nominierung als CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, die von der Aufregung über die Affäre überschattet worden war. Der Sender hatte gemeldet, FC-Bayern-Präsident Hoeneß sei aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden - was laut CSU nicht stimmte. Das ZDF räumte den Fehler ein, Moderator Claus Kleber bedauerte ihn ausdrücklich: „Das hätte mir nicht passieren dürfen.“ Seehofer will den Fall nun im ZDF-Verwaltungsrat zum Thema machen.

Es ist nicht der erste Konflikt der CSU mit dem ZDF: Die CSU war im vergangenen Herbst in die Kritik geraten, nachdem der damalige Parteisprecher nach ZDF-Darstellung versucht hatte, die Berichterstattung über die SPD zu behindern. Seehofer kritisierte am Montag auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und die Zeitschrift „Focus“ - er warf beiden Medien vor, ungeprüft Vorwürfe gegen ihn beziehungsweise die bayerischen Behörden verbreitet zu haben.

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dpa

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