VroniPlag-Gründer weist Vorwürfe zurück

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Martin Heidingsfelder hat sich als Gründer von VroniPlag geoutet.

Berlin - Der Gründer der Plagiate-Plattform ist SPD-Mitglied. Dass er aus parteipolitischem Interesse vor allem die Doktorarbeiten von FDP-Politikern untersucht habe, stimme nicht, sagt Martin Heidingsfelder.

Der Gründer der Plagiate-Plattform VroniPlag hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass er aus parteipolitischem Interesse die Doktorarbeiten von FDP-Politikern unter die Lupe genommen hat. “Das ist Unsinn“, sagte Martin Heidingsfelder, der Mitglied der SPD ist, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. “Ich bin nur einer von vielen, und die Plattform ist sicherlich keine Gliederung der SPD. Darüber hinaus bin ich kein Politiker, sondern lediglich einfaches Parteimitglied.“

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Zudem gebe es auch einen SPD-Politiker, dessen Doktorarbeit von VroniPlag untersucht worden sei, sagte der Internet-Unternehmer aus Erlangen. Dabei handelt es sich um Uwe Brinkmann, Mitarbeiter des Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs. Dieser gab nach Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe seine Promotionsurkunde freiwillig zurück.

Heidingsfelder entschloss sich am Donnerstag, aus der bisherigen Anonymität herauszutreten. Zuvor war er in VroniPlag nur mit dem Pseudonym Goalgetter aufgetreten.

Der FDP-Europa-Abgeordnete Georgios Chatzimarkakis, dem nach den Recherchen in VroniPlag der Doktortitel aberkannt wurde, warf Heidingsfelder in der “Bild“-Zeitung (Freitag) kommerzielle und parteipolitische Interessen vor. Auch die ebenfalls für die FDP dem Europaparlament angehörende Politikerin Silvana Koch-Mehrin verlor aufgrund der Untersuchungen von VroniPlag ihren Doktortitel. Zuvor hatte Heidingsfelder auch im GuttenPlag Wiki mitgearbeitet, dessen kollektive Recherchen am 1. März zum Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geführt hat.

dpa

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