Westerwelle unterstützt Wiedervereinigung Zyperns

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hält eine Lösung der Zypernfrage für möglich.

Nikosia - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hält eine Lösung der Zypernfrage für möglich. Deutschland unterstütze eine Wiedervereinigung vehement. Was zu einer Einigung nötig ist:

Die griechische und türkische Seite auf der geteilten Insel müssten an einer Lösung “konstruktiv“ mitarbeiten. Deutschland unterstütze den Prozess zur Wiedervereinigung Zyperns vehement, sagte der Minister nach Angaben der zyprischen Nachrichtenagentur CNA nach einem Treffen mit dem Außenminister Markos Kyprianou in der Hauptstadt Nikosia am Freitagmorgen.

“Wir Deutsche wissen, wie es ist, in einem geteilten Land zu leben. Wir wünschen, dass Sie das erleben, was wir vor 20 Jahren erlebt haben“, sagte der Außenminister.

Westerwelle betonte, der jüngste Beschluss des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit des Kosovo habe nichts mit anderen Gebieten der Welt zu tun. Zypern erkennt Kosovo nicht an und befürchtet, dass der abtrünnige türkisch-zyprische Norden international anerkannt werden könnte.

Jüngste Verhandlungen kommen nur schleppend voran

Bislang wird der Norden der Insel nur von der Türkei anerkannt. Anschließend traf sich Westerwelle mit dem zyprischen Präsidenten Dimitris Christofias. Westerwelle besuchte danach die Trennungslinie zwischen dem türkisch-zyprischen Norden und dem griechisch-zyprischen Süden der Insel an der zentralen Ledra-Straße im Zentrum der letzten getrennten Hauptstadt der Welt Nikosia, wie das zyprische Fernsehen zeigte.

Die jüngsten Verhandlungen zur Lösung der Zypernfrage kommen nur schleppend voran. Die Mittelmeerinsel ist seit 2004 Mitglied der EU. Das gilt aber nur für den griechisch-zyprischen Teil. Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt.

dpa

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