UN: Zahl der Hungernden sinkt

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Der Kampf gegen die Unterernährung ist längst nicht gewonnen

Rom - Erstmals seit 15 Jahren sinkt die Zahl der Hungerleidenden auf der Welt. Diese erfreuliche Kehrtwende hat mehrere Gründe. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein. Die Zahlen sind dramatisch.

Das teilte die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Dienstag in Rom in einem Ausblick auf ihren diesjährigen Welthungerbericht mit. Demnach sind im laufenden Jahr voraussichtlich 925 Millionen Menschen von Hunger und Unterernährung betroffen. Im Jahre 2009 waren es - auch als Folge der Weltwirtschaftskrise - erstmals mehr als eine Milliarde Menschen gewesen. Das war der höchsten Wert seit 1970.

Die FAO begründete die Entwicklung damit, dass sich vor allem die wirtschaftlichen Bedingungen in den Entwicklungsländern verbessert hätten und die Lebensmittelpreise gesunken seien. Nach wie vor sei die Zahl der Hungernden aber ““inakzeptabel hoch“. So sterbe alle sechs Sekunden ein Kind an den Folgen von Hunger und Unterernährung. In den Entwicklungsländern müssten 16 Prozent der Gesamtbevölkerung hungern. Damit sei man weit entfernt von dem Ziel, den Anteil der hungernden Weltbevölkerung bis 2015 auf 10 Prozent zu reduzieren.

dpa

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