Basketball-Bundesliga Männer

101:95 - BG Göttingen stürzt Hamburgs Türme

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Wieder ein „Double-Double“: Göttingens starker Spielmacher Kyan Anderson (links, gegen Hamburgs Kevin Yebo) erzielte 15 Punkte und leiferte 12 Vorlagen. 

Langsam wird sie schon fast unheimlich, die Erfolgsserie der BG Göttingen! Vor zum fünften Mal mit 3447 Zuschauern ausverkaufter S-Arena ließen die Veilchen die Hamburg Towers (Türme) einstürzen, gewannen mit 101:95 (58:37).

Damit buchte die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers den neunten Sieg in den vergangenen elf Spielen in der Basketball-Bundesliga. Zudem unterstrichen die BGer damit auch ihre Playoff-Ambitionen, auch wenn Roijakkers hinterher einmal mehr von einem „wichtigen Sieg für den Klassenerhalt“ sprach.

Das Spezielle an diesem Sieg war, dass die Göttinger ihn ohne Alex Ruoff und Dylan Osetkowski holten. Ruoff war nach Rückenbeschwerden und einem Infekt noch nicht wieder fit, Osetkowski brummte seine Sperre ab, die er von der BBL nach dem Spiel in Braunschweig erhalten hatte. Samstagmittag wies die BBL den Einspruch der BG zurück. Spielen können hätte der Center eh nicht – auch er lag wegen eines Infekts flach. „Ohne Alex und Dylan war es nicht einfach“, erklärte Coach-Roijakkers.

Auch ohne das Top-Duo legten die Veilchen wie aufgedreht los, schenkten dem Aufsteiger im ersten Viertel fünf Dreier ein. Im zweiten forcierten sie das Dreier-Feuerwerk noch, ließen sieben weitere folgen. Die Türme krachten regelrecht zusammen! Freunde machten sich die Hamburger außerdem nicht, weil vor allem Carrera, Radosavljevic und Gutierrez fast permanent reklamierten und die Schiedsrichter wenig bis nichts dagegen unternahmen. Dabei hatte dies Carrera überhaupt nicht nötig – er scorte starke 31 Punkte.

„Im dritten Viertel haben wir dann wohl in den Verwaltungsmodus geschaltet“, kritisierte BG-Chef Frank Meinertshagen. Hamburg blieb aggressiv, der Offensiv-Rhythmus der BG stockte, sodass die Towers wieder auferstanden. Dennoch lagen die Göttinger nach 30 Minuten trotz eines 17:30-Viertels noch 75:67 vorn.

Im letzten Abschnitt hielt die BG die Hamburger auf Distanz, doch nachdem Beau Beech (5. Foul) ausgeschieden war, kam das Team von Coach Mike Taylor auf 85:91 heran – es wurde nochmal eng! Nach dem 5. Foul von Radosavljevic hieß es sogar nur noch 90:95. Aber einmal mehr behielt die BG die Nerven. Kyan Anderson, der mit 15 Punkten und 12 Assists ein weiteres „Double-Double“ auflegte, traf von der Freiwurflinie, da halfen auch alle Anstrengungen der Gäste nichts mehr, zumal mit Heißsporn Carrera noch der dritte Hamburger ausschied, wenn auch ganz spät.

BG-Trainer Roijakkers: „Im Training merkt man gar nicht, dass unsere zwei besten Spieler fehlen, das Niveau bleibt gleich hoch. Die erste Halbzeit war gut, in der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert. Hamburg ist nie wirklich ganz an uns herangekommen. Es war ein großer Sieg für uns.“ Towers- Kollege Taylor: „Wir haben in den letzten Wochen viele Fortschritte gemacht, diesmal war es wieder ein Schritt zurück.“  gsd

Quelle: HNA

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