Basketball-Bundesliga Männer

35 Punkte von Anderson beim 89:77 der BG Göttingen gegen Frankfurt

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Harter Kampf um den Ball: BG-Center Dennis Kramer (am Ball) im Duell mit Frankfurts Ex-Göttinger Adam Waleskowski. 

Was für eine Stimmung in der S-Arena zum Jahresauftakt! 3298 Zuschauer feierten den dritten Sieg der BG Göttingen in Serie beim 89:77 (41:43) gegen die Fraport Skyliners Frankfurt. einmal mehr ragte ein Spieler besonders heraus: Kyan Anderson toppte seine Karriere-bestmarke aus dem Spiel gegen Bonn noch einmal um drei Punkte, schenkte den Hessen super-starke 35 Zähler ein.

Hiobsbotschaft für die Veilchen vor Beginn des Spiels: Der Belgier Elias Lasisi konnte nicht spielen wegen Problemen mit der Lunge. Er war deshalb zur Untersuchung im Uni-Klinikum. Aber gut, dass die BG ja mit Darius Carter und Zane Waterman noch zwei überzählige Ausländer hat. Lasisis Pech war Carters Glück: Nach drei Spielen Zwangspause stand der US-Boy wieder im Team.

Nur kurz war zunächst die 3:2-Führung für Frankfurt durch den Dreier vom Ex-BGer Akeem Vargas, danach traf die BG zum 7:3 und 13:9. Kurz danach kassierte BG-Spielmacher Kyan Anderson ein Technisches Foul nach „Trash-Talk“ mit Vargas, der danach zum Buh-Mann für die Veilchen-Fans wurde. Das zweite Foul von Anderson – Coach Roijakkers nahm ihn erst einmal vom Feld, brachte Bennet Hundt. Die Göttinger danach 18:12 vor, doch zwei Dreier von Skyliners-Urgestein Quantez Robertson brachten den Ausgleich. Mit 24:22 gingen die BGer, die 11:4-Rebounds holten, ins zweite Viertel. Ein enges Ding!

Der dritte Dreier von Robertson brachte Frankfurt zu Beginn des zweiten Viertels die zweite Führung zum 27:24. Und den vierten ließ er wenig später folgen. Auszeit Göttingen! Die BG zu umständlich und nicht zielstrebig genug. Und das zweite Technische Foul gegen Andric – sehr umstritten! Weil er böse guckte? Alex Ruoff legte zwei Dreier in Folge nach, Dominic Lockhart einen, aber Frankfurt hielt dagegen, weil Vargas auch von jenseits des Perimeters traf. Vier Freiwürfe von Dylan Osetkowski brachten kurz vor der Halbzeit den 41:41-Ausgleich für die BG. In den letzten Sekunden sorgten die Referees für viel Unmut unter den Zuschauern: Sie pfiffen ein Unsportliches Foul gegen Ruoff, das die Fans endgültig auf die Palme brachte. Robertson verwandelte die Freiwürfe zur 43:41-Pausenführung der Gäste. Gellendes Pfeifkonzert für die Unparteiischen Straube, Gici und Sirowi. Den kleinen Unterschied machte die Dreier-Quote: 38 Prozent der BG standen 58 Prozent der Skyliners gegenüber.

Und auch nach dem Wechsel blieb es eng. Nach Andersons Dreier zum 51:50 der nächste merkwürdige Pfiff der Schiris: Unsportliches Foul gegen Osetkowski. Doch nach Videobeweis („Instant Replay“) erhielt er ein „normales“ Foul. Eine souveräne Schiri-Leistung sieht anders aus. Anderson traf danach zur 57:52-Führung der BG. Nach 30 Minuten hieß es dann 61:55. Weiter Spannung pur.

Zu Beginn des letzten Abschnitts brachte Anderson die Veilchen mit seinem fünften Dreier 64:55 in Front – die bis dahin höchste Führung. Und die Veilchen hatten dann den längeren Atem, bauten ihren Vorsprung auf 72:64 aus. Anderson war nicht mehr zu halten, traf einen weiteren Dreier zum 79:69 und noch weitere sieben Freiwürfe. 35 Punkte des Spielmachers am Ende – ein erneuter Super-Auftritt des Pointguards, der gegen Bonn schon 32 Zähler erzielt hatte. Mit dem 89:77 fuhren die BGer den insgesamt fünften Saisonsieg ein.

BG: Lockhart 3/davon 1 Dreier, Anderson 35/7, Ruoff 23/3, Kramer 2, Omuwvie, Carter, Andric 4, Mönninghoff, Osetkowski 15, Allen 5/1, Hundt 2, Bryant.

Frankfurts beste Werfer: Robertson 25/5, Jones 13/2, Kratzert 12, Vargas 11/2, Rahon 11/1.  gsd

Quelle: HNA

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