Basketball-Bundesliga Männer

Abstiegskampf: Jetzt wird‘s enger für die BG Göttingen

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Heftiges Handgemenge: Göttingens Penny Williams (am Ball) gegen die MBCer Lee Moore (links) und Tremmell Dardan. Auch er konnte beim 78:92 gegen Weißenfels nicht recht überzeugen. 

Göttingen – Grenzenlose Enttäuschung bei den Fans der BG Göttingen! Nach dem guten Auftritt in Bayreuth hatten alle gehofft, dass sich der südniedersächsische Basketball-Bundesligist mit einem Heimsieg gegen den mitgefährdeten Mitteldeutschen BC in halbwegs sicheres Fahrwasser Richtung elfte Saison in der Eliteklasse bewegen könne. Doch weit gefehlt.

Die Veilchen schwächelten gegen die viel entschlosseneren Weißenfelser total und mussten zudem noch registrieren, wie die Konkurrenz aus Bremerhaven gewann. Jetzt wird es wieder ganz eng im Abstiegskampf für die Göttinger.

„Ein Sieg für uns, dann hätte es gut ausgesehen. Aber so wird es enger und schwieriger. Wir müssen noch Spiele gewinnen“, meinte auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen nach dem leblosen Auftritt gegen die Ostdeutschen. „Viele Spieler von uns haben nicht am Optimum gespielt“, so der BG-Boss weiter. Stockton und Carter bescheinigte er gute Leistungen. „Der Rest war nicht gut genug. Wir brauchen wohl zehn Siege.“ Fehlen nach seiner Rechnung also noch zwei.

Kein Feuer im Arsch.

Horst Wolf, Vater vom in Jena spielenden Julius Wolf, über die BG Göttingen

Auch nach Meinertshagens Ansicht war die Pleite gegen den MBC nicht eine Sache der Einstellung, sondern der Erfahrung – wie es auch Coach Roijakkers sah. „Es war nicht so, dass es die Spieler mit links machen wollten“, meinte Meinertshagen. Der BG-Coach: „Man muss realisieren, dass alle Klubs Spieler nachgeholt haben, nur wir nicht. Wir müssen zufrieden sein, nur mit 14 Punkten verloren zu haben. Kein Vorwurf an meine Spieler. Wir hatten wieder nur einen kleinen Kader im Training. Da arbeiten wir hart. Wir tun, was wir können. Aber viele meiner Spieler haben auf diesem Niveau noch nie oder wenig gespielt..“

Meinertshagen bemühte sich, die Relationen zu wahren: „Nach dem Bayreuth-Sieg war alles super, nach der MBC-Niederlage alles super-schlecht. Die Wahrheit liegt in der Mitte.“

„Wir müssen engagierter sein“, schloss auch Dominic Lockhart sich selbst in die Kritik mit ein. „Das war zwar kein Weltuntergang, aber schon ein Schuss vor den Bug.“ Auf den Punkt brachte es ausgerechnet Ex-Nationalspieler Horst Wolf, der Vater vom in Jena spielenden Julius Wolf: „Kein Feuer im Arsch!“, meinte er kurz und trocken zum BG-Spiel gegen den MBC.

Nachdenklich stimmt aber dieser BG-Auftritt vor allem im Hinblick auf die weiteren Spiele. Da muss die BG nach dem Derby am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) in Braunschweig noch bei drei weiteren Abstiegskandidaten antreten: In Bremen gegen Bremerhaven, in Crailsheim und zum Abschluss in Jena, wo es noch nie etwas zu holen gab. Nicht die besten Aussichten für die Veilchen, die zuhause noch Gießen, Ulm und John Patricks Ludwigsburger erwarten.  haz/gsd

Quelle: HNA

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