Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen: Heimdebüt für die neue Polin gegen Marburg

Lila Übermacht: Osnabrücks Samantha Fuehring (am Ball) setzt sich gegen Göttingens Morgan Pullins (17), Vasiliki Karambatsa, Katharine Tudor (32) und Kristyna Brabencova (21, von links nach rechts) zur Wehr.
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Lila Übermacht: Osnabrücks Samantha Fuehring (am Ball) setzt sich gegen Göttingens Morgan Pullins (17), Vasiliki Karambatsa, Katharine Tudor (32) und Kristyna Brabencova (21, von links nach rechts) zur Wehr.

Um nicht erst einmal den Kontakt zu den Playoff-Plätzen zu verlieren, ist ein Sieg der Frauen der medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen am Sonntag um 16 Uhr in der FKG-Halle gegen den BG pharmaserv Marburg mit der Ex-BGerin Theresa Simon unbedingt nötig.

Göttingen – Der Tabellenelfte trifft in dieser Partie unter „2G“-Bedingungen auf den Tabellenneunten.

Und mit einem Sieg würde das Team von Trainer Goran Lojo an den Hessinnen, die wie die Veilchen Ladies bisher sechs Punkte gesammelt haben, aber ein Spiel weniger aufweisen, erst einmal vorbeiziehen.

Ihr Heimdebüt gibt bei den Göttingerinnen die am 2. Februar in Warschau geborene Polin Sylwia Bujniak, die erst vor einer Woche verpflichtet wurde und die derzeit verletzte Spielmacherin Jennifer Crowder ersetzen soll. Dass die 25-jährige und 1,76 m große polnische Nationalspielerin Crowder durchaus ersetzen kann, bewies sie bei ihrem Debüt bereits am vergangenen Wochenende bei der unglücklichen 72:75-Niederlage beim TSV Wasserburg. Gerade mal zwei Tage in Göttingen, erzielte sie in Wasserburg 28 Punkte, war damit Topscorerin dieser Partie, hatte somit einen glänzenden Einstand und soll, wenn Crowder wieder fit ist, diese auch entlasten.

Bujniak durchlief von 2013 bis 2014 die U 18, von 2015 - 2016 die U 20 und seit 2017 spielt sie in der polnischen Nationalmannschaft. 2018 wurde sie mit KS Basket 25 Bydgoszcz Vizemeisterin, wechselte im vergangenen Jahr zum BC Polkowice, mit dem sie ebenfalls die Vizemeisterschaft holte und auch im polnischen Pokalfinale stand. Zuvor spielte sie von 2018 bis 2020 in Danzig, wechselte dann zum BC Polkowice.

Wie kam die Polin mit der neuen Nummer 24 nun nach Göttingen? „Unser Trainer Goran Lojo schrieb fast alle Agenten an, so kam der Kontakt zustande“, berichtet Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder. „Das ging alles etwas Holter-die-Polter. Am vergangenen Dienstag haben wir den Vertrag gemacht, am Mittwoch war sie in Göttingen, dann hat sie dreimal mittrainiert“, lässt Crowder den Ablauf Revue passieren. „Sylwia ist ein Energiebündel, richtig gut. Die 28 Punkte in Wasserburg waren auch kein Ego-Gezocke“, so der Ladies-Chef. „Ich freue mich jetzt darauf, wenn sie mit Jenny (Crowders Tochter, d. Red.) zusammenspielen kann.“ Nette Pointe: Jenny Crowder und Sylwia Bujniak kennen sich aus Duellen mit den Jugend-Nationalteams ihrer beiden Länder.

Und wie wurde die Nachverpflichtung finanziell bewerkstelligt? Aus den frei gewordenen Mitteln für die verletzten Ruzica Dzankic (Rücken) und Sandra Azinovic (Kreuzbandriss). Nach Ende ihrer Lohnfortzahlung wird deren Gehalt von Berufsgenossenschaft bzw. Krankenkasse übernommen. So haben die Ausfälle des Duos sogar auf einem Umweg noch etwas Gutes zur Folge.  (Walter Gleitze und Helmut Anschütz/gsd)

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