Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Fünfter Sieg  in Serie dank Top-Trio

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Noch ohne Akzente: Adam Waleskowski (Mitte) spielte bei seinem BG-Comeback nur 59 Sekunden – ganz im Gegensatz zu Kyan Anderson (rechts), der den Sieg eintütete. 

Die Veilchen sind derzeit nicht zu stoppen: 90:84 in Weißenfels, fünfter Sieg in Folge und nun 14:16-Punkte in der Basketball-Bundesliga.

31 Sekunden vor Schluss hatte er seinen nächsten großen Auftritt. Kyan Anderson prellte den Basketball halbrechts an der Dreierlinie, die 24-Sekunden-Uhr lief langsam herunter. Schnell fasste sich der Spielmacher der BG Göttingen ein Herz, zog gefühlvoll ab – und der Ball flutschte zum 87:82 in den Korb des Syntanics MBC Weißenfels. „Das war unser Matchwinner“, freuten sich Veilchen-Coach Johan Roijakkers und Andersons Teamkollegen. 90:84 (40:44) am Ende, die Göttinger blieben in der Erfolgsspur, feierten den fünften Sieg in Folge. So langsam kommen sogar die Playoffs in Reichweite...

Der kleine, eher unscheinbare Kyan Anderson wird bei der BG immer mehr zur großen Nummer. Schon wieder 23 Punkte! Bevor er seinen entscheidenden Dreier traf, hatte er sechs Fahrkarten in der Statistik. „Ich werfe immer weiter und treffe, wenn es darauf ankommt“, meinte er hinterher cool und selbstbewusst.

„Er gehört zu unseren ,Big Three’“, sagte Coach Roijakkers später. In der Tat: Neben Anderson gehörten erneut auch Alex Ruoff (17 Punkte, 7 Rebounds) und Dylan Osetkowski (21 Punkte, 11 Rebounds) zu den Spiel-Entscheidern. Für Osetkowski war es sogar das zweite „Double-Double“ in Folge: Schon beim 72:71 gegen Berlin hatte er 24 Punkte und 11 Rebounds erzielt – der 2,06 m-Center ist ‘ne Wucht!

Seine Rebounds trugen entscheidend dazu bei, dass die BG dieses Duell mit 43:28 für sich entschied. Vor allem die 15 Göttinger Offensiv-Rebounds taten dem MBC weh. Aus den zweiten Chancen resultierten 19 Göttinger Punkte.

So konnten die Veilchen auch ihre lang anhaltende Schwäche von der Dreier-Linie kompensieren. Erst 1:51 Minuten vor der Halbzeit traf Alex Ruoff von jenseits des Perimeters. Am Ende lag die Dreier-Quote bei dünnen 23 Prozent (nur 6 Treffer bei 26 Versuchen). Letztlich egal!

Insgesamt war die Partie fast durchweg eng, der MBC profitierte vom Comeback von Tremmell Darden, mit 19 Zählern der Wölfe-Topscorer. Die Weißenfelser führten mit 13 Punkten (28:15, 12.), im zweiten Viertel blieben die BGer im Spiel, waren zur Pause nur 40:44 in Rückstand.

Nach dem Wechsel lag die BG dank Osetkowskis Dunk kurz vorn, nach 30 Minuten aber 62:69 hinten. Entscheidung aufs letzte, überaus spannende Viertel vertagt!

Weißenfels’ Göttinger Trainer Björn Harmsen kassierte ein Technisches Foul wegen Meckerns, Jovan Novak ein „Unsportliches“ – BG-Pointguard Anderson später eines wegen einer Schwalbe („flopping“). An der Freiwurflinie blieb die BG aber nervenstark, traf 26 von 31 Würfen.

Am Ende profitierte die BG von MBC-Ballverlusten, hatte den längeren Atem. Roijakkers: „Zum Schluss waren wir das stärkere Team. Ein großer Sieg für uns.“ Kollege Harmsen: „Am Ende traf Göttingen die besseren Entscheidungen.“ Für die BG war’s der dritte Auswärtssieg, der MBC verlor auch sein achtes Heimspiel. Übrigens: In knapp zwei Wochen sehen sich beide Teams schon wieder.  gsd

Quelle: HNA

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