Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Die große 35-Punkte-Show von Kyan Anderson

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In Super-Form: Kyan Anderson war auch von Frankfurts Shaquille Hines nicht zu halten. Rechts Dennis Kramer. Im Hintergrund sind oben zwölf Dreien (eine ist verdeckt) zu sehen – für jeden Dreier des BG-Teams überklebt eine Göttinger Gebäudetechnik-Firma ihre eigene Werbung mit einer „3“. Ideen muss man haben!

Dass er nach dieser Traum-Vorstellung als „Man of the Match“ die Sieges-Humba ansagen musste, war klar. 50 Prozent Zweier, 54 Prozent Dreier (7 von 13), 53 Prozent Feldwurf-Quote (9 von 17), 100 Prozent Freiwürfe (10 von 10) – Kyan Anderson sorgte beim hart umkämpften 89:77-Sieg der BG Göttingen gegen die Frankfurt Skyliners für einen neuen Bundesliga-Rekord.

35 Punkte (29 davon in der zweiten Halbzeit) hat in dieser Saison noch kein anderer Spieler erzielt. Das fast Unglaubliche dabei: Der Veilchen-Pointguard toppte seine eigene Bestmarke aus dem Bonn-Spiel (32 Zähler) noch um drei Punkte. Einfach wunderbar, diese Anderson-Show!

Und immer wenn die Hessen ein wenig Hoffnung hegten, das Spiel noch einmal offen gestalten zu können, machte ihnen Anderson einen ganz dicken Strich durch die Rechnung. Beispiele gefällig? Der Göttinger Matchwinner packte beim 58:55, beim 67:61, beim 76:69 jeweils einen Dreier aus und erstickte zum 61:55, 70:61 und 79:69 so die Frankfurter Hoffnungen auf einen Sieg gegen die Veilchen.

So gelang dem Team des jungen Trainers Sebastian Gleim auch nicht die Revanche für die Pokalniederlage (74:79) im Achtelfinale. Besonderes Lob von Gleim bekamen Anderson und auch Alex Ruoff: „Anderson hat wie im Rausch getroffen“, zeigte sich Gleim beeindruckt vor allem von der Leistung des BG-Spielmachers.

„Kyan ist unser Motor, er nimmt alle mit“, sagte Dominic Lockhart, der für die Veilchen die längste Zeit auf dem Parkett stand, in 36:34 Minuten allerdings lediglich drei Punkte erzielte. „Meine Punkte waren heute nicht so wichtig. Ich denke, dass ich in der Defensive gefordert war“, so Lockhart. Und dort arbeitete er sehr gut, konnte allerdings auch nicht die 25 Punkte des Frankfurter Urgesteins Quantez Robertson verhindern.

„Ich bin stolz auf diese Leistung“, meinte Anderson beim Fan-Talk. „Ich bin motiviert und selbstbewusst, bin an der Situation gewachsen.“ Er sei nach der Kritik zu Beginn der Saison gereift. In drei Spielen erzielte Anderson jetzt 91 Punkte – eine Riesen-Quote!

Die Veilchen mussten ohne Elias Lasisi spielen, der Lungenprobleme hatte. So rückte Darius Carter ins Team, erhielt aber keine Einsatzzeit von Trainer Johan Roijakkers, der auf der Centerposition weiter auf Dylan Osetkowski, der neun von neun Freiwürfen versenkte, und Dennis Kramer setzt.

„Es war ein verdienter Sieg. Die Energie war am Anfang da, wir haben aber im zweiten Viertel zu statisch agiert“, analysierte Roijakkers. Lob gab es für Mihajlo Andric. „Mihajlo macht richtig gute Sachen, die aber nicht in den Statistiken auftauchen“, sagte Roijakkers zur Leistung des Serben.

BG-Rückkehrer Ruoff: „In der Halbzeit war Coach Roijakkers verrückt wegen unserer Reboundleistung. Aber im dritten Viertel haben wir Frankfurt bei zwölf Punkten gehalten. Jetzt haben wir gegen Berlin keinen Druck und können Spaß haben.“

.  Nach Daniel Loh (zu Zweitligist Schwenningen) hat die BG nun auch den Vertrag mit Zane Waterman aufgelöst. Der US-Boy hat nur ein Bundesliga-Spiel absolviert.  gsd

Quelle: HNA

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