Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Lampen kaputt, Stockton zurück

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Die BG Göttingen spielt am Samstag in Bestbesetzung in Ulm: Spielmacher Michael Stockton (Zweiter von rechts, hier nach der zurückliegenden Heimpleite gegen Bayreuth mit Tre Coggins/1, Derek Willis/33 und Mihajlo Andric) ist wieder fit.  

Göttingen. Nach dem Wirbel um die Terminierung des Meisterschaftsspiels gegen Bayern München gleich die nächste Nachricht, die auch Trainer Johan Roijakkers vor dem Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm (Samstag, 18 Uhr) ärgert. Der Veilchen-Coach ist ziemlich angefressen, dass in der Trainingshalle ein Drittel der Lampen nicht funktioniert und sie bislang nicht erneuert wurden. Erfreulich dagegen, dass Michael Stockton wieder dabei ist.

„Seit Dienstag ist es ziemlich dunkel in unserer Trainingshalle“, sagt Roijakkers. „Unter dem einen Korb ist jetzt wenig zu sehen, wo es auch draußen so dunkel ist. 33 Prozent der Lampen funktionieren nicht. Es ist schwierig zu trainieren.“ Ob die Veilchen so den richtigen Durchblick für Ulm bekommen, bleibt abzuwarten.

Ein Lichtblick ist zumindest das Comeback von Michael Stockton. Nachdem der Kapitän und Spielmacher gegen Bayreuth aussetzen musste, weil er sich in Ludwigsburg am Rücken und der Hüfte verletzte, bestätigte Roijakkers, dass Stockton in der Ratiopharm-Arena wieder dabei ist. Auch die gegen Bayreuth wegen Magendarm-Problemen ausgefallenen Darius Carter, Stephan Haukohl und Joanic Grüttner sind wieder fit. Mit „voller Kapelle“ startet die BG am Freitag mit ihrem Teambus zur mit rund 430 Kilometern Anreise zweitlängsten Auswärtstour in der Liga.

Zwei Trainer-Urgesteine

Respekt hat Roijakkers nicht nur vor der Ulmer Mannschaft seines Kollegen Thorsten Leibenath, der das Team in der achten Spielzeit coacht – und damit noch ein Jahr länger in Amt und Würden ist als der Niederländer bei der BG. Keine anderen Trainer sind länger bei einem Klub als Leibenath und Roijakkers, der die Ulmer Halle als „eine der schwierigsten in der Bundesliga“ einordnet: „Die Fans sind unglaublich laut.“

Die Ulmer hatten eine schwierige Startphase, kamen auch wegen der Neuformation ihres Teams nur schwer in Gang und kassierten fünf Pleiten. „Erst in den vergangenen Wochen haben wir uns stabilisiert“, sagt Ulm-Sprecher Martin Fünkele. Von „alter Stärke“ sei man aber noch entfernt. In den vergangenen beiden Spielen gab es Siege in Jena und gegen Bonn. Mit Javonte Green, Patrick Miller und dem gebliebenen Neuseeländer Issac Foto treffen drei Akteure zweistellig. Zu den Eckpfeilern zählen Urgestein Per Günther sowie die deutschen Nationalspieler Ismet Akpinar und David Krämer. Auch Ulms US-Boys Ryan Thompson (früher Bonn) und Katin Reinhardt hat Roijakkers auf dem Zettel.

Schlecht für die BG: Mit nur einem Sieg in neun Spielen ist die Bilanz (gesamt: 13:5-Ulm-Siege) in Ulm negativ. 

Gibt es einen Kompromiss?

 Bewegung gab es im Termin-Theater um das Bayern-Spiel: BBL-Sportchef Staudenmayer sprach mit GöSF-Chef Frey. „Er will die Sache wohlwollend prüfen“, sagt Staudenmayer. Er gab Frey zu verstehen, dass die BBL Göttingen bisher von Freitagabendspielen verschont habe. (haz/gsd)

Quelle: HNA

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