Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen nach der Gießen-Pleite: „Leider ein Schritt zurück“

Energisch zieht Göttingens bester Werfer Aubrey Dawkins (rechts) an Gießens Diante Garrett vorbei.
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Energisch zieht Göttingens bester Werfer Aubrey Dawkins (rechts) an Gießens Diante Garrett vorbei.

Kann die BG Göttingen nicht mit Lob und Erfolg umgehen? Nach vier zuletzt guten Leistungen mit drei Siegen gab es gegen die Gießen 46ers einen schlimmen Rückfall in schlechte Zeiten.

Göttingen - Gegen Ulm (74:98) und Crailsheim (81:109) wurde noch deutlicher verloren. Verrückt: Auch in der vierten Spielzeit seit 2017/18 in Folge gewann in diesem Duell jeweils der Gast beim Gastgeber. Von den guten Aspekten der jüngsten Vergangenheit war gegen den Abstiegskandidaten nichts zu sehen.

Nach dieser Blamage gegen den Tabellenvorletzten war auch BG-Trainer Roel Moors ratlos. „Ich habe keine Erklärung für diesen Auftritt meiner Mannschaft, ich bin sehr enttäuscht“, sagte Moors, der seinem Team vorhielt, ohne Intensität gespielt zu haben. „Einige Spieler waren mental und physisch nicht anwesend.“ Zudem bemängelte er die Körpersprache seines Guards Deishuan Booker. „Das kann ich so nicht akzeptieren“, ging Moors mit dem US-Amerikaner hart ins Gericht.

Zwei Läufe der Gießener konnten die Veilchen nicht verhindern – einen 12:0-Lauf von 11:13 auf 23:13 im ersten Viertel und einen 16:0-Lauf viertelübergreifend von 64:59 auf 80:59 – das war die Entscheidung zugunsten der Gäste Anfang des letzten Viertels.

„Ich hatte in den letzten Wochen das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Moors, wobei einige Spieler erneut Leistungsschwankungen zeigten, die in der Tat kaum zu erklären sind.

Beispiele gefällig? Gegen Ludwigsburg blieb Aubrey Dawkins punktlos, gegen Gießen war er mit 22 Punkten Topscorer seiner Mannschaft. Center Tai Odiase erzielte gegen Ludwigsburg 20 Punkte, gegen Gießen kam der „Big Man“ auf für ihn läppische drei Punkte. Derzeit punktet einzig Guard Rihards Lomazs beständig – gegen den Spitzenreiter war der Lette mit 21 Punkten Topscorer seines Teams, gegen Gießen erzielte er 18 Punkte.

Zwar meinte Moors im Vorfeld dieser Begegnung gegen die Hessen, dass es keine Frage der Kraft sein könne, innerhalb von zwei Tagen spielen zu müssen. Doch das Spiel der Göttinger wirkte gegen die 46ers saft- und kraftlos. „Es war leider ein Schritt zurück, wir hatten uns viel vorgenommen.. Wir haben uns eigentlich gut zurückgekämpft in der ersten Halbzeit. Wir wussten, dass Gießen heiß rauskommt nach dem Sieg gegen München“, meinte Mathis Mönninghoff, der stärkster Rebounder (5) seiner Mannschaft war. Und auf die Frage des „MagentaSport“-Reporters, wie sich die BG, die im Niemandsland der Tabelle steht, noch motivieren kann, antwortete Mönninghoff: „Die Motivation ist noch da vor allem mit Blick auf das Pokal-Halbfinale gegen Alba Berlin.“

Auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen war nach dieser kaum für möglich gehaltenen schwachen Leistung bedient: „Wir haben eine ganz schlechte Verteidigung gespielt. Auch im Spiel ,Eins gegen Eins’ hat die Einstellung nicht gestimmt.“

Am Sonntag (15 Uhr) beschließen die Veilchen die englische Woche mit dem vierten Heimspiel in Folge gegen Würzburg.  )(Walter Gleitze/gsd)

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