BG-Ladies-Chef Crowder: „Wir wollen Richtung Bundesliga gehen“

Ein Dutzend Fäuste für die Playoffs! Die BG-Ladies demonstrieren Einigkeit nach dem Sieg gegen Wolfenbüttel. Jetzt geht es mit der gleichen Energie ins Halbfinale gegen Neuss. Foto: zje/gsd

Göttingen. „Es war unser bestes Spiel in dieser Saison“, schwärmte Trainer Giannis Koukos nach dem sensationell deutlichen 82:51 (42:27)Sieg der BG 74 Veilchen Ladies gegen das Wolfpack aus Wolfenbüttel zum Abschluss der Hauptrunde in der 2. basketball-Bundesliga Nord der Frauen. Mit diesem zumindest nicht in dieser Höhe erwarteten Erfolg stürzten die Göttingerinnen den bisherigen Spitzenreiter vom ersten Tabellenplatz und gehen so mit dem Heimvorteil eines möglichen dritten entscheidenden Spiels gegen den Tabellenvierten Neuss Tigers in die Playoffs. Erstes Spiel ist am kommenden Samstag um 20 Uhr in der FKG-Halle. Durch den Samstags- statt Sonntags-Termin erhofft sich die BG 74 noch mehr Event-Charakter.

Immer noch wie berauscht

„Das war so was von schön, ich bin immer noch ganz berauscht“, strahlte Geschäftsführer Richard Crowder auch noch am Montag. „Es ist unfassbar. Ich hatte niemals geglaubt, dass es so gut läuft für uns. Aber wir haben uns in der Defensive von Spiel zu Spiel gesteigert“, meinte BG 74-Centerin Jana Lücken. Die 26-Jährige stieß erst in der Rückrunde zu den Veilchen Ladies, entlastete Centerin Verdine Warner exzellent. Die hatte bereits nach 21 Minuten ihr viertes Foul kassiert, saß dann lange auf der Bank. Doch Lücken füllte diese Lücke bravourös aus. „Wir mussten gegen Wolfenbüttel abliefern, um uns die beste aller möglichen Ausgangspositionen für die Playoffs zu verschaffen. Das haben wir getan,“ freute sich Lücken.

BG 74-Spielmacherin Jennifer Crowder, deren Vater und Geschäftsführer der Veilchen Ladies Richard sein Glück ebenfalls kaum fassen konnte ob dieses überzeugenden Sieges gegen das Wolfpack, hatte „einfach nur Spaß. Jede von uns hat ihre Aufgabe überragend erfüllt“. Den Grund dieses Erfolges sieht Jenny Crowder in der Tatsache, dass „man sich auf die Defense absolut fokussieren kann. Defense hat etwas mit Herz zu tun, wie du spielst. In der Offense hingegen kann auch mal vieles schiefgehen“. Gegen Wolfenbüttel hingegen passte einfach alles zusammen.

Feuerwerk wie noch nie

Die 650 begeisterten Zuschauer feierten ihr Team mit stehenden Ovationen. Die hatten sich auch die Veilchen Ladies mehr als verdient. Sie benötigten, um Erste zu werden, eigentlich nur einen Sieg mit zwei Punkten Unterschied. Damit wollten sich die Göttingerinnen indes nicht begnügen, sondern brannten ein in dieser Saison noch nie dagewesenes Feuerwerk ab. Die Gegnerinnen in den Playoffs sind gewarnt ob der unglaublichen „Power“ der Göttingerinnen und sollten sich „warm anziehen“. Team und Trainer wollen unbedingt in die erste Liga. Die Grundlage hierfür ist gelegt. Fürs erste Halbfinale baut die BG 784 zusätzliche Stehtribünen auf.

Crowder schickt diese Woche den Lizenzantrag für die 1. Liga ab. „Neben den Spielen sind jetzt noch viele Sponsorengespräche nötig“, sagt der Veilchen-Ladies-Boss und legt sich fest. „Wir wollen jetzt diesen Schritt in Richtung Bundesliga gehen!“ (gsd)

Von Walter Gleitze

Quelle: HNA

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