Basketball

BG-Pleite in Bamberg war kein Beinbruch

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Wird er wieder für die Nationalmannschaft nominiert? BG-Allrounder Dominic Lockhart (rechts) behauptet den Ball vor Bayreuths Nikolas Raivio. 

Göttingen – Ist etwas passiert? Nein, nicht wirklich. Die BG Göttingen hat das Auswärtsspiel in Bamberg nach gutem Beginn deutlich mit 77:100 verloren. Etwas anderes war bei dem Top-Team auch kaum zu erwarten, trotz der Überraschung gegen Berlin (91:85) im vorherigen Spiel, das sicher der Ausreißer nach oben in dieser Saison bleiben dürfte.

Mit sieben Siegen in 19 Spielen haben sich die Veilchen auf Platz 14 eingependelt. Das Erfreuliche daran: Es sind zu diesem Zeitpunkt mehr, als nach Ansicht von Coach Johan Roijakkers erwartet werden durften. Und es sind vier Erfolge mehr, als das „Keller-Quartett“ Jena (erst 17 Spiele), MBC (18), Bremerhaven (18) und Schlusslicht Crailsheim (18) aufzuweisen hat. Das Gefährliche daran: Es sind eben „nur“ acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegskandidaten. Auch angesichts des bevorstehenden BG-Programms mit den weiteren schweren Auswärtspartien beim FC Bayern München am kommenden Sonntag und nur zwei Tage später (Dienstag) in Würzburg.

Auffällig bei der Niederlage in Bamberg: Drei der deutschen Spieler sind derzeit offenbar in ein Tief gerutscht. Dennis Kramer, Stephan Haukohl und Mathis Mönninghoff hinken ihrem guten Saisonstart hinterher und waren in der Brose-Arena keine Faktoren. Haukohl spielte nur vier Minuten, Mönninghoff 6:54 Minuten, beide blieben ohne jeglichen Punkt. 2,09m-Center Kramer kam immerhin auf 11:23 Minuten Einsatzzeit und zwei Zähler. Eine überschaubare Bilanz dieses Trios. „Wir sind nicht tief genug besetzt, um gegen Bamberg 40 Minuten lang dagegen zu halten, wenn sie so wie heute spielen“, sagte Roijakkers. Auch bei Penny Williams und Mihajlo Andric wechselten Licht und Schatten deutlich ab.

Erfreulich dagegen, dass Jungspund Grüttner (20:51 Minuten Spielzeit) wie bei seinem Galaauftritt gegen Berlin erneut ordentlich agierte. Dennoch lag die Hauptlast wieder auf den Schultern von Michael Stockton, des immer stärker auftrumpfenden Derek Willis, Darius Carter (mit neuer Gesichtsmaske nach Nasenbeinbruch) und Nationalspieler Dominic Lockhart, den Bundestrainer Henrik Rödl angesichts des am letzten Februar-Wochenende bevorstehenden Nationalmannschafts-Fensters mit den WM-Qualifikationsspielen in Israel (21. Februar) und in Bamberg gegen Griechenland (24. Februar) unter die Lupe genommen haben dürfte. Den Kader für die beiden Spiele gibt Rödl am 11. Februar bekannt.

Letztlich waren es in Bamberg zu wenige BG-Akteure, die die lila-weiße Fahne bei den Oberfranken hochhielten. Auch dies macht die Situation der BG auf Platz 14 nicht beruhigender.  haz/gsd

Quelle: HNA

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