Basketball-Bundesliga Frauen

Erstes Endspiel um die Playoffs für die flippo Baskets BG 74 Göttingen

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Als Spielmacherin gefordert: Göttingens Jennifer Crowder (rechts) gegen Freiburgs Jessica Genco. 

Dass es im Kampf um den Einzug in die Playoffs nochmal so eng werden würde, hatte am 19. Januar kaum einer gedacht. Nach dem vierten Sieg in Serie standen die flippo Baskets BG 74 damals erfreulich und fast unerwartet gut da in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL).

Doch nach nur einem Sieg (in Halle) in den vergangenen sechs Spielen steht die Qualifikation derzeit wieder auf des Messers Schneide. Mit einem Heimsieg gegen den BC Pharmaserv Marburg könnten die Göttinger Erstliga-Basketballerinnen sie aber perfekt machen. Das erste Endspiel um die Playoffs startet diesmal schon am Samstag um 19 Uhr in der FKG-Halle.

Der ungewöhnliche Termin ist problematisch. Er kollidiert zumindest teilweise mit dem der BG-Männer, die um 20.30 Uhr Heimrecht gegen Hamburg haben. Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder versuchte noch, die Partie seines Teams um ein oder zwei Stunden vorzuverlegen, doch die DBBL beharrt an den letzten beiden Hauptrunden-Spieltagen bei allen Partien auf zeitgleichen Anfangszeiten.

„Es kann noch alles passieren“, sagt Crowder zur derzeitigen sportlichen Lage. Göttingen gewann bisher acht Mal, Marburg und Heidelberg je sechs Mal. Gewinnen beide zwei Mal, ziehen sie an den Baskets vorbei, zumal die auch die direkten Vergleiche gegen beide verloren haben. Andersherum kann die BG 74 aber auch noch Siebter werden, wenn sie gegen Marburg und am letzten Spieltag in Osnabrück siegt, das am Samstag in Hannover antreten muss.

„Wir haben es in den eigenen Händen“, sagt Crowder. Doch auch er weiß, dass es ausgerechnet gegen Marburg in den drei vergangenen Spielzeiten seit dem Wiederaufstieg keinen Punktspielsieg gegen das Team aus Mittelhessen gab. Glücklicherweise ist die Erkältungswelle bei den Göttingerinnen abgeklungen, sodass alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. Schon in Nördlingen war das Comeback von Cayla McMorris nach ihrer Fußverletzung wichtig, sie war gleich wieder Topscorerin.

Marburg hatte diese Saison großes Verletzungspech, immer wieder fielen Leistungsträgerinnen wie Alexandra Kiss-Rusk aus. So kämpfte das Team von Klub- und Bundestrainer Patrick Unger lange gegen den Abstieg. Erfolgreichste Werferin ist überraschenderweise mit Alexandra Wilke (13,4 Punkte pro Spiel) eine deutsche Nationalspielerin.  haz/gsd-nh

Quelle: HNA

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