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Play-offs adé für die BG Göttingen?

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Sechs Dreier, aber kein Sieg: Göttingens Norweger Harald Frey (links) im Zweikampf mit Richmond Aririguzoh (rechts). Im Hintergrund Crailsheims Mo Stuckey.
Sechs Dreier, aber kein Sieg: Göttingens Norweger Harald Frey (links) im Zweikampf mit Richmond Aririguzoh (rechts). Im Hintergrund Crailsheims Mo Stuckey. ©  IMAGO/Eibner/Memmler

Jetzt ist eingetreten, was nur noch eine Frage der Zeit war: Die BG Göttingen ist aus den Play-off-Plätzen herausgerutscht – und ob sie, die an 27 von bisher 32 Spieltagen auf einem Endrunden-Rang stand, es wieder hinein schafft, erscheint eher zweifelhaft, aber zumindest eine Mimimalchance für die Veilchen bleibt bestehen.

Crailsheim/Göttingen – Bei den Merlins Crailsheim kassierte das Team von Coach Roel Moors eine 80:86 (40:37)-Niederlage, die vierte Pleite in Serie. So dürfte es angesichts der restlichen Spiele schwer werden, sich erstmals seit gut zehn Jahren für die so heiß begehrte Endrunde zu qualifizieren. Die kleine Chance, dass die Veilchen durch den doch noch gewonnenen direkten Vergleich – das Hinspiel hatte die BG mit 83:76 für sich entschieden – mit den Crailsheimern das letzte Hintertürchen für die Play-offs offengelassen haben, besteht indes.

Ob das letzte Heimspiel gegen Gießen – ein Sieg vorausgesetzt – am Sonntag (20.30 Uhr) und das letzte Auswärtsspiel am Sonntag darauf in München, wo eher mit einer Niederlage zu rechnen ist, reichen, hängt davon ab, wie Crailsheim seine drei letzten Spiele bestreitet (siehe Restprogramm).

Und auch Bamberg spielt noch mit und hat den direkten Vergleich gegen die Veilchen gewonnen, gegen die Merlins allerdings verloren. Sind am Ende die BG, Crailsheim und Bamberg punktgleich, wird es kompliziert, denn dann werden alle Vergleiche des Trios gegeneinander gerechnet. Und da hat die BG die schlechtesten Karten.

Ehrlich, kritisch und ohne Vereinsbrille ordnet Roel Moors die Pleite in der früheren Crailsheimer Viehauktionshalle ein: „Das war ein komplett verdienter Sieg. Ich habe bei Crailsheim einen viel größeren Willen gesehen als bei uns“, geht er mit seinem Team hart ins Gericht. „Nur im zweiten Viertel hatten wir Chancen mit einem noch größeren Vorsprung in die Halbzeit zu gehen, aber das haben wir nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit war Crailsheim viel aggressiver, wir haben nicht mit genug Intensität gespielt. Zu viele Spieler haben nicht ihre Stärken gezeigt. Wir waren immer dann gut, wenn wir sechs, sieben, acht Spieler hatten, die ihr Potenzial abgerufen haben. Das war heute nicht der Fall, bei Crailsheim schon. Deshalb war es ein verdienter Sieg.“ Eine schonungslose Kurz-Analyse des Coaches, dessen eigenes großes Saisonziel sich nun möglicherweise in Wohlgefallen aufzulösen scheint. Wenn er ausdrückt, der Gegner habe den „viel größeren Willen“ gehabt, spricht dies nicht unbedingt für seine eigenen Spieler. Bitter in Crailsheim vor allem, dass der bisher so starke Jeremiah Martin kaum zur Geltung kam. (gsd)

Eins gegen eins: Jeremiah Martin (rechts, diesmal nur fünf Punkte) im Zweikampf mit Crailsheims Jaren Lewis.
Eins gegen eins: Jeremiah Martin (rechts, diesmal nur fünf Punkte) im Zweikampf mit Crailsheims Jaren Lewis. ©  IMAGO/Eibner/Memmler

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