Basketball-Bundesliga Männer

Ruoff zeigt, wo es bei der BG Göttingen langgeht

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Trainer, wir müssen anders spielen: Alex Ruoff im (ausgedachten) Dialog mit BG-Coach Johan Roijakkers während einer Auszeit. 

Unter einer ungewöhnlichen Konstellation tritt die BG Göttingen am ersten Rückrunden-Spieltag der Basketball-Bundesliga am Samstag um 18 Uhr in der S-Arena gegen den Syntainics MBC aus Weißenfels an.

Erst vor 14 Tagen spielten die Veilchen in der dortigen Stadthalle und gewannen das „Hinspiel“ mit 90:84 dank eines starken letzten Viertels. Jetzt kommt der MBC mit seinem aus Göttingen stammenden Trainer Björn Harmsen zum schon zum „Rückspiel“ nach Südniedersachsen. „Wir sehen uns ja schon bald wieder“, hatte sich Harmsen nach der Pressekonferenz von BG-Coach Johan Roijakkers verabschiedet.

Dessen verlängerter Arm auf dem Parkett ist inzwischen Alex Ruoff. Wieder. Denn nach seinem zweiten Comeback spielt der Amerikaner zum dritten Mal für die BG. Gibt ihr Struktur in ihrem Spiel, lenkt die Partie. „Alex macht die anderen Spieler besser“, sagt Roijakkers schon mehrmals.

Statistische Daten belegen, wie wichtig Ruoff inzwischen in seinen bisher sechs Spielen schon wieder ist: Mit 12,3 Punkten pro Spiel ist er drittbester BG-Werfer nach Kyan Anderson (14,5) und Dylan Osetkowski (12,9). Mit 34:55 Minuten steht er am längsten auf dem Parkett. Und – eher überraschend – mit 5,7 geangelten Abprallern ist Ruoff bester Rebounder und mit 44 Prozent bester Dreierschütze. Qualitäten, die mit Ruoff zu fünf BG-Siegen in den vergangenen sechs Spielen führten.

Gibt es gegen den MBC nun den sechsten unter Ruoffs Regie? Er wäre für die Veilchen schon ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Holt die BG den insgesamt achten Saisonerfolg, hätte sie schon sechs Siege Vorsprung auf den MBC, der dann in den verbleibenden 15 Partien sechs Mal mehr als die Göttinger gewinnen müsste. Zudem hätte die BG den direkten Vergleich für sich. Eigentlich gute BG-Vorzeichen...

Sehr wahrscheinlich, dass der MBC als drittbestes Offensiv-Team der BBL (hinter Berlin und Crailsheim) Kaza Kajami-Keane und Joey Dorsey wieder dabei hat, die vor zwei Wochen fehlten. Weil er nun sieben Ausländer hat, kann Harmsen, dessen Team am vergangenen Wochenende spielfrei war, einen Akteur davon nicht einsetzen.

Tremmell Darden (38) wird es nicht sein, ebenso wenig Andrew Warren (15,6 Punkte/Schnitt). Rückkehrer Darden schenkte der BG 19 Punkte ein, holte zehn Rebounds.

Für die BG kommt es drauf an, wieder das Rebound-Duell (45:31) zu gewinnen und die MBC-Dreierquote am besten erneut bei 30 Prozent zu halten. „Der MBC hat ein gutes Team“, sagt BG-Chef Frank Meinertshagen. „Das Spiel ist offen und wichtig für beide Mannschaften.“

Offen ist bei der BG noch der Einsatz von Marvin Omuvwie. Er war gegen Ulm umgeknickt, das MRT war aber okay, so Roijakkers. Er habe aber Einschränkungen.haz/gsd-nh

Quelle: HNA

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