Basketball-Bundesliga Männer

Siegesserie der BG Göttingen reißt nach Grusel-Viertel

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Göttingens Terry Allen (links) rennt Ulms Ex-BGer Derek Willis weg.

Die Serie der BG Göttingen von fünf Siegen in der Basketball-Bundesliga ist gerissen. Gegen ratiopharm Ulm wurde das Team von Trainer Johan Roijakkers nach einer völlig verdienten 65:86 (35:58)-Niederlage wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.

„Ein verdienter Sieg der Ulmer“, gestand denn auch Roijakkers ein. „Im ersten Viertel hatten wir noch Energie, die uns im zweiten aber abhandengekommen ist. Nach dem Wechsel sind wir gut herausgekommen, hatten aber in der offensive keine Lösung“, analysierte der BG-Coach.

Doch schon im ersten Viertel zeigten die Gäste eine starke Offensivleistung bei einer Trefferquote von 61 Prozent und hatten in der Defensive BG-Spielmacher Kyan Anderson derart unter Kontrolle, dass vor allem im zweiten Viertel der Göttinger Offensive die Ideen fehlten. Hinzu kam, dass Alex Ruoff früh sein zweites Foul kassierte und sich so zurückhalten musste.

Im zweiten Viertel konnten die UImer ihre Trefferquote gar noch um ein Prozent steigern, sodass zur Halbzeitpause beim 35:58 nach einem Grusel-Viertel (14:32) schon eine Vorentscheidung zu Ungunsten der Veilchen gefallen war. Und als im dritten Viertel die BG auf immerhin 46:60 verkürzen konnte, war es der Ex-Göttinger Derek Willis, der mit sieben Punkten in Folge die winzig kleine Hoffnung der Veilchen, noch näher heranzukommen, im Keim erstickte.

„Ulm hat unfassbar gut verteidigt und uns kaum einmal gute Würfe zugestanden. Hinzu kamen zu viele einfache Ballverluste“, meinte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Dieses Gefühl der Niederlage kenne ich gar nicht mehr“, ergänzte er.

Ulm war an diesem Samstagabend individuell besser besetzt mit einem herausragenden Zoran Dragic, der 23 Punkte erzielte, nicht zu halten war. Auch der erst 18-jährige Killian Hayes stach seinen Gegenspieler Anderson aus. Einzig Dylan Osetkowski, der gegen Grant Jerrett eine starke Partie ablieferte und erneut ein „Double-Double“ (16 Punkte, 11 Rebounds) schaffte – sein drittes in Folge – hielt dagegen.

Im letzten Viertel ließ Roijakkers seinen Spielmacher Anderson, Dominic Lockhart und auch Osetkowski auf der Bank schmoren. „Das Spiel war weg“, begründete der BG-Coach diese Maßnahme. Dafür spielte Adam Waleskowski das letzte Viertel durch, schnappte sich in dieser Zeit immerhin sechs Defensiv-Rebounds. Auch Bennet Hundt ersetzte Anderson in diesen letzten zehn Minuten. Immerhin konnte der „zweite Anzug“ der BG gegen eine Ulmer Mannschaft, dessen Trainer Jaka Lakovic seinen Nachwuchs einsetzte, mithalten und gewann dieses Viertel mit 14:13. Erfreulich indes, dass Elias Lasisi nach seinen Lungenproblemen wieder spielen kann, ihm war aber die Trainingspause deutlich anzumerken.  gsd

Quelle: HNA

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