Basketball-Bundesliga Männer

Wahnsinn: BG Göttingen putzt auch Alba Berlin mit 72:71

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Man of the Match: Göttingens Dylan Osetkowski (am Ball) nimmt es mit der Berliner Überzahl auf. Der 2,06 m-Center steuerte 22 Punkte und zehn Rebounds zum 72:71-Sieg gegen Alba bei – seine Saisonbestmarke! 

„Veilchen-Mania“ in der S-Arena! 3447 Zuschauer in der zum zweiten Mal ausverkauften Halle lagen sich am späten Sonntagnachmittag in den Armen, konnten es nicht fassen, feierten frenetisch die BG Göttingen. 72:71 (35:38) gegen Alba Berlin ist schon der vierte Sieg in Serie (und der insgesamt sechste) für die Mannschaft von Johan Roijakkers, die die Berliner wie am 26. Januar 2019 erneut zuhause schlug.

„In der ersten Halbzeit mussten wir uns erst an die Physis eines Euroleague-Teams anpassen. In der zweiten haben wir dann unseren Rhythmus gefunden“, war Coach Johan Roijakkers stolz.

Und zwar ganz besonders auf zwei Spieler:

. Dylan Osetkowski: Nachdem Spielmacher Kyan Anderson gegen Frankfurt mit 35 Punkten brillierte, stellte nun der 2,06 m-Center seine Saisonbestmarke auf: 22 Punkte, zehn Rebounds – ein „Double-Double“. Beeindruckend: Den 46:47-Rückstand drehte er allein mit elf Punkten in Folge (dabei dreimal zwei Punkte mit Foul plus Freiwurf) zur 57:50-Führung. „Dylan hat ein unglaubliches Potenzial“, lobt Teamkollege Alex Ruoff.

. Marvin Omuvwie: Der Zweitliga-Neuzugang aus Nürnberg erlebte gegen Alba sein „Coming-out“. Vier wichtige Punkte, aber noch wichtiger waren seine drei starken Offensiv-Rebounds kurz vor Schluss. Verdienter Mann für die Sieges-Humba!

Kyan Anderson, der 35-Punkte-Held gegen Frankfurt, hatte auf dem Parkett in der ersten Halbzeit wenig zu bestellen. Das lag daran, dass die Berliner Anderson knallhart durch Martin Hermannsson, Jonas Mattisseck oder Makai Mason verteidigten. Welche Bewegung der BG-Spielmacher auch plante, die Albatrosse ahnten sie irgendwie schon. So stand der Veilchen-Pointguard zur Halbzeit bei null Punkten.

Die Berliner, die 40 Stunden zuvor noch in Valencia in der Euroleague spielten, rotierten mit ihrem ausgeglichen stark besetzten Kader nach Belieben. Und so gingen sie auch standesgemäß in Front, führten schnell 7:2 und 14:9. Aber mit viel Aufwand und Energie blieben die Veilchen dran, verkürzten auf 11:14 und waren auch nach dem ersten Viertel beim 15:21 auf Tuchfühlung.

Entscheidend in der ersten Halbzeit auch, dass Alba den BGern die Dreier wegnahm. Den ersten von insgesamt nur zweien in der ersten Halbzeit traf zu Beginn des zweiten Abschnitts ausgerechnet Bennet Hundt gegen das Team, bei dem er seine Ausbildung genoss – 18:21. Doch die Gäste bewahrten clever durchgehend ihren Vorsprung von fünf, sechs Zählern, in der Schlussphase des zweiten Viertels hauptsächlich durch Freiwürfe. Alex Ruoff und Mihajlo Andric. 35:38 zur Halbzeit, alles drin für die BG weiterhin.

Und in der zweiten Hälfte übernahm die BG die Regie. Die Veilchen rochen Lunte gegen die müden Albatrosse, hielten Berlins Topscorer Sikma, Hermannsson und Giedraitis dank harter Defense in Schach. Nach dem 51:50 (26.) gestattete die BG Berlin nur noch eine Führung beim 60:59. Clever: Die BG behielt die Nerven im Hexenkessel, ließ sich auch vom fragwürdigen Offensivfoul von Omuvwie nicht stoppen, ebenso nicht von Lockharts fünftem Foul 63 Sekunden vor Ende.

Die letzte Angriffs-Sequenz der BG war der Wahnsinn: Omuvwie schnappte sich drei Offensivrebounds. Letzter Angriff Alba: Ruoff blockt Mattisseck – der Sieg! Der Rest? Lila Jubel, Trubel, Heiterkeit. Was für ein Erfolg! gsd

Quelle: HNA

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