Basketball-Bundesliga

Weiter Pause auch für die BG Göttingen: BBL spielt auf Zeit

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Nur noch Individualtraining möglich: BG-Spielmacher Bennet Hundt während der Saisonvorbereitung im vergangenen August mit Fitnesscoach Domenik Theodorou. Im Hintergrund Dominic Lockhart.  

Die Basketball Bundesliga (BBL) spielt weiter auf Zeit und hofft weiter auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, pausiert aber vorerst mindestens bis zum 30. April. Das gab die Liga nach einer Sitzung aller Klubs am Mittwoch bekannt.

Nach wie vor ist es das Ziel, die Saison zu beenden. Die 17 Geschäftsführer der Klubs hatten sich ab elf Uhr per Videokonferenz zusammengeschaltet. Erst nach rund drei Stunden wurde ein Ergebnis der Beratung veröffentlicht.

„Momentan kann man nur sehr schwer absehen, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Deshalb ist die Entscheidung, erst einmal noch ein bisschen abzuwarten, in meinen Augen die richtige.“

Diese wichtigste Entscheidung des Meetings sei nach gut einer Stunde durchgewesen. Meinertshagen: „Es gab wenig Argumente, die Saison abzubrechen.“ Es sei auch nicht darum gegangen, was die „kleinen“ und die „großen“ Klubs für Absichten gehabt hätten. Die Abstimmung darüber, wie es weitergehen solle, sei, so Meinertshagen „nicht einstimmig, aber mit großer Mehrheit“ gefallen. In spätestens vier Wochen wollen alle Klubs erneut über die Lage beraten.

„Ich bin erstmal happy, dass die Saison nicht komplett gecancelt wurde“, meinte BG-Spielmacher Bennet Hundt. „Solange die Chance besteht, habe ich die Hoffnung, dass die Serie zu Ende gespielt wird.“ Trainer Roijakkers sieht’s genauso: „Die Entscheidung war die beste, die man machen kann. Ich möchte spielen. I am ready to play!“

Beim Video-Meeting wurden auch weitere Themen angerissen: unter anderem die Zahlungen für die Berufsgenossenschaft, die Lizenz-Anträge („nur in verkürzter Form ohne Finanzplan“, so Meinertshagen) sowie Aufstiegs- und Abstiegsregelung („noch nichts Konkretes“).

Für die Veilchen-Anhänger gilt somit weiterhin, dass alle bereits gekauften Tickets für BG-Heimspiele ihre Gültigkeit behalten und nicht zurückgegeben werden können. Bei der BG wurde inzwischen der Trainingsbetrieb eingestellt. Auch Bennet Hundt übt nur noch individuell.

BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte sich schon vor dem Videomeeting klar in die Richtung, weiter zu warten, positioniert. Es gehe darum, „zu spielen, wenn es irgendwie geht“, sagte der 52-Jährige. Einfach werde das in der Coronakrise keineswegs: „Natürlich sind wir keine Traumtänzer, wir können Szenarien bewerten.“

Die BBL hatte den Spielbetrieb am 12. März für unbestimmte Zeit unterbrochen. Die meisten Klubs müssen noch elf oder mehr Hauptrundenspiele absolvieren. Zahlreiche US-Profis haben ihre Verträge bereits aufgelöst und sind in die Heimat zurückgekehrt. 

haz/gsd-nh/dpa/sid

Quelle: HNA

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