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Kahn begründet Lewandowski-Wechsel - und erklärt, wieso er sein Transfer-„Basta“ doch zurückzog

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Von: Antonio José Riether

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Der Lewandowski-Poker ist beendet, der Stürmer wechselt nach Barcelona. Bayern-Boss Oliver Kahn sprach nun über sein ursprüngliches „Basta“ und legte die Gründe für die Freigabe offen.

Update vom 16. Juli, 17.10 Uhr: Auch bei Twitter hat Oliver Kahn nun auf offiziellem Wege bestätigt, dass Robert Lewandowski zum FC Barcelona wechseln wird: „Wir haben Robert Lewandowski die Freigabe erteilt. Es gibt eine mündliche Einigung mit dem FC Barcelona, das Vertragswerk steht noch aus.“

Hasan Salihamidzic äußerte sich ebenfalls zum Transfer: „Robert Lewandowski hat Großes geleistet für den FC Bayern. Wir haben lange mit den Kollegen aus Barcelona gesprochen und die Details geklärt. Nach der US-Reise wird er noch einmal kommen, dann werden wir einen Kaffee trinken. Wir wünschen ihm viel Erfolg.“

Robert Lewandowski verlässt FC Bayern - trotz Kahn-Basta

Erstmeldung vom 16. Juli: München - Wochenlang pokerten die Verantwortlichen des FC Bayern mit dem FC Barcelona um den Weltfußballer Robert Lewandowski. In der Nacht von Freitag auf Samstag erzielten beide Seiten eine Einigung, womit der Weg für den Angreifer zum katalonischen Topklub frei ist. Als erster Vertreter der Bayern-Führungsriege sprach der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn nun über den Abgang des Polen sowie sein anfängliches „Basta“, das den Bayern letztlich in eine Verhandlungsposition brachte.

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 in Warschau (Polen)
Position: Mittelstürmer
Pflichtspiele für den FC Bayern: 375 (344 Tore)
Künftiger Klub: FC Barcelona

Oliver Kahn erklärt Lewandowski-Abschied: Ablöse als Knackpunkt - „Verkauf für uns absolut sinnvoll“

Am Samstagmittag gab Kahn der Bild-Zeitung ein ausführliches Interview, der ehemalige Torhüter erklärte dabei den Transfer und nannte die Gründe für seinen Meinungsumschwung. „Mit ‚Basta‘ beendet man eine Diskussion. Und genau das wollte ich zum damaligen Zeitpunkt, denn wir hatten vor zwei Monaten weder ein Angebot für Robert noch Alternativen in Aussicht“, meinte der 53-Jährige. Seitdem habe sich die Lage jedoch „grundlegend geändert“.

Oliver Kahn ist seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender des FC Bayern.
Oliver Kahn ist seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. © Frank Hoermann/imago-images

Das ausschlaggebende Argument sei schließlich die Ablösesumme gewesen, die sich laut Medienberichten auf 45 Millionen Euro belaufen soll, hinzu kämen fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen. „Der FC Barcelona hat am Ende eine Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist“, sagte Kahn und verwies auf die Verpflichtung von Sadio Mané. „Daher haben wir uns nun mit dem FC Barcelona geeinigt. Bisher allerdings nur mündlich, das Vertragswerk steht noch aus“, führt er fort. Die Ablösesumme verschaffe nun „weiteren Spielraum“ auf dem Transfermarkt.

Kahn über seine „Basta“-Aussage im Lewandowski-Poker: „Absolut richtig und notwendig“

Das Machtwort, mit dem Kahn auf die Vertragseinhaltung Lewandowskis beharren wollte, kippte also nach mehreren Verhandlungswochen. Kahn bezeichnet seine Aussagen im Nachhinein als „absolut richtig und notwendig“ und verwies erneut auf den damaligen Zeitpunkt. „Wir saßen immer im Driver’s Seat und haben immer aus der Position der Stärke heraus agiert. Und am Ende war es unserer Meinung nach das Beste, Robert die Freigabe zu erteilen“, resümiert der ehemalige Bayern-Kapitän.

Bezüglich eines Nachfolgers macht sich Kahn keine Sorgen. Die bayerische Offensive sei weiterhin „herausragend besetzt“. Man beobachte weiter permanent den Markt, „und wenn sich eine Gelegenheit ergeben sollte, werden wir da sein“, kündigt der Bayern-Boss an und setzt noch einen drauf: „Den FC Bayern haben auch früher schon große Spieler verlassen und auch danach ist die Bayern-Welt nicht auseinandergebrochen. Im Gegenteil, oftmals ging es noch erfolgreicher weiter.“ (ajr)

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