1. Werra-Rundschau
  2. Sport
  3. Fußball

„Wie Sherlock Holmes und Dr. Watson“: Sonderlob für Salihamidzic und Neppe von oberster Stelle

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

Hasan Salihamdizic und Marco Neppe leisten beim FC Bayern gute Arbeit auf dem Transfermarkt. Präsident Herbert Hainer vergleicht die Kaderplaner mit einem berühmten Detektiv-Duo.

München – Der Transfersommer 2022 könnte beim FC Bayern und seinen Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Durch den Verkauf von Super-Stürmer Robert Lewandowski wurde eine neue Ära eingeleitet. Mit Sadio Mané und Matthijs de Ligt konnten zwei Superstars von einem Wechsel an die Säbener Straße überzeugt werden. Auch die anderen Transfers können sich sehen lassen.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic und der Technische Direktor Marco Neppe haben ganze Arbeit geleistet. Und die Bilanz stimmt: Rechnet man Einnahmen und Ausgaben zusammen, haben die Bayern nur rund 40 Millionen Euro investiert. Das brachte dem Duo, vor allem Brazzo, viel Anerkennung ein. Ein Sonderlob gibt es nun von oberster Stelle. FCB-Präsident Herbert Hainer zieht einen ganz besonderen Vergleich.

FC Bayern: Salihamidzic und Neppe wie „wie Sherlock Holmes und Dr. Watson“ – Hainer voll des Lobes

„Man könnte fast sagen, es ist wie bei Sherlock Holmes und Dr. Watson, die immer auf der Suche sind und die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte Hainer in der AZ. Salihamidzic und Neppe ergänzen sich dem Präsidenten zufolge perfekt. „Marco macht die Analyse, Hasan hat unheimlich viel Erfahrung in dieser Branche und im Umgang mit Spielern. Er weiß, wie es in einer Kabine zugeht, was man als Spieler so fühlt.“ Neppe kam 2014 als Scout zum FC Bayern und hat sich inzwischen als rechte Hand von Brazzo hochgearbeitet. Der ehemalige Drittliga-Profi scheut das Rampenlicht und tüftelt lieber im Hintergrund an den nächsten Transfers.

Marco Neppe und Hasan Salihamidzic halten beim FC Bayern die Fäden in Sachen Transfers in der Hand.
Marco Neppe und Hasan Salihamidzic halten beim FC Bayern die Fäden in Sachen Transfers in der Hand. © Markus Ulmer/Imago

Salihamidzic, der seinen 2023 auslaufenden Vertrag als Sportvorstand demnächst verlängern soll, sah sich in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit heftiger Kritik unter anderem für sein Treiben auf dem Transfermarkt ausgesetzt. „Es war für ihn die vergangenen Jahre sicher nicht immer einfach, aber er hat sich nicht aus der Bahn werfen lassen und sich stetig weiterentwickelt“, erklärte Hainer seine Sicht der Dinge. „Dass er ein absolutes Bayern-Herz hat und für diesen Klub immer alles gibt, wissen wir alle. Und wenn man sieht, mit welcher Vehemenz er zum Beispiel den Mané-Transfer umgesetzt hat – es macht sehr viel Spaß mit ihm.“

FC Bayern: Hainer erklärt neue Transfer-Strategie

Doch Hainer hat nicht nur die Transfer-Spürnase seines neuen Lieblings-Detektiv-Duos Brazzo und Neppe für den einschlagenden Erfolg auf dem Transfermarkt ausgemacht. Auch die Teamarbeit mit dem Trainerteam um Julian Nagelsmann und dem Vorstand sei elementar. „Dieses Jahr sind wir langfristiger und strukturierter an die Transferpolitik herangegangen“, erklärte der 68-Jährige. „Wir saßen schon vor Monaten zusammen und haben analysiert, was wir brauchen und wer auf dem Markt ist.“

Das kannte man beim FC Bayern in den letzten Jahren auch anders. „In den vergangenen ein, zwei Saisons mussten wir teilweise mit Hauruck-Aktionen Spieler in den letzten Tagen des Transferfensters holen. Da haben wir den Hebel angesetzt“, meinte Hainer. Das Quintett aus Vorstandschef Oliver Kahn, Hainer, Nagelsmann, Salihamidzic und Neppe könnte für eine glorreiche Zukunft sorgen.

„Es ist wie alles beim FC Bayern ein Gemeinschaftswerk, wir sind da unheimlich gut abgestimmt“, sagte Hainer. „Oliver schiebt als Vorstandsvorsitzender viele Dinge beim FC Bayern an, Hasan hat sich bei der Umsetzung der Transfers mächtig ins Zeug gelegt, und ich habe meine Erfahrungen aus meinem langen Berufsleben mit eingebracht.“ Die Arbeit geht immer weiter, der FC Bayern befindet sich im Transfer-Endspurt. (ck)

Auch interessant

Kommentare