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„Nicht immer unsere Spieler holen“: RB-Boss Mintzlaff ätzt gegen Bayern - Hainer kontert umgehend

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Von: Stefan Schmid

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Der Transfer von Konrad Laimer zum FC Bayern schien nur noch Formsache zu sein, doch jetzt droht daraus ein öffentlicher Schlagabtausch zu werden.

München - RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff wurde vor dem Vorbereitungsspiel seiner Leipziger gegen den FC Liverpool nach dem möglichen Abgang von Konrad Laimer zum FC Bayern gefragt, scheinbar ein wunder Punkt. Neben der Feststellung, dass es alles andere als klar sei, dass Laimer nach München wechselt, gab es noch eine ordentliche Breitseite Richtung München. Der Konter von der Säbener Straße ließ nicht lange auf sich warten.

Mintzlaff wirft Bayern Ideenlosigkeit vor

Es passt wohl nicht so recht in das Selbstverständnis von RB Leipzig, dass man selbst nicht der größte Fisch im Teich ist. Anders sind die Aussagen von Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Gespräch mit ServusTV nicht zu interpretieren. Mintzlaff zeigte sich ob des Verhaltens des FC Bayern sichtlich angefressen, die nach Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer (beide im letzten Sommer gewechselt) nun auch Konrad Laimer vom Red-Bull-Klub loseisen wollen.

Oliver Mintzlaff
Der Vorstandschef von RB Leipzig: Oliver Mintzlaff. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

„Ich hoffe, dass die Bayern auch mal andere Ideen finden und nicht immer unsere Spieler holen“, ließ Mintzlaff beim TV-Sender von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz verlauten. Allerdings hat Laimer nach Informationen von Sport Bild bereits eine Einigung mit Hasan Salihamidzic erzielt. Leipzig wiederum hat das jüngste Angebot aus München für den Österreicher abgeschmettert und eine Deadline für das Supercup-Spiel am 30. Juli gesetzt.

Herbert Hainer antwortet mit Münchner Selbstverständnis

Sollte Bayern also bis zum Supercup-Duell der beiden Vereine kein den Wünschen der Leipziger entsprechendes Angebot vorlegen wollen, wird Laimer wohl in sein letztes Vertragsjahr bei RB gehen. Eine Option, die auch Mintzlaff in Betracht zieht: „Es kann auch sein, dass wir ihn behalten und so in ein letztes Vertragsjahr gehen und mal keine Ablöse bekommen.“ Eine Ablöse, auf die man rein finanziell bei Leipzig ohnehin nicht angewiesen wäre.

Bloße Summen sind aber nicht alles und das weiß niemand besser als der größte Hai im Bundesliga-Teich, der FC Bayern München. So ließ auch die Retourkutsche aus München nicht lange auf sich warten, in der FCB-Präsident Herbert Hainer der Bild leicht süffisant mitteilte: „Es ist halt so, dass viele Spieler zu Bayern München wollen. Und wenn jemand will, dann gucken wir uns das gerne an.“ Dass es immer einen größeren Fisch gibt, mussten die Bayern in diesem Sommer mit dem Abgang von Robert Lewandowski aber auch schon am eigenen Leib erfahren. (sch)

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