Kasseler zu Beginn überrumpelt

Kassel Huskies unterliegen in Frankfurt mit 2:6

Frankfurt. Die Löwen aus Frankfurt sind in der bisherigen Saison der Eishockey-Oberliga West weiter eine Nummer zu groß für die Kassel Huskies. Die Nordhessen verloren nach dem 1:5 vor eigenem Publikum auch die erste Meisterschafts-Partie im Süden mit 2:6 (0:2, 1:2, 1:2).

Die Grundlage legten die Gastgeber mit einer stürmischen Anfangsphase, in der die Huskies überrumpelt wurden und zwei Gegentore kassierten. Trainer Jürgen Rumrich stellte wie angekündigt um. Austin Wycisk, zuletzt Aushilfsverteidiger, rückte in Angriffsreihe zwei neben Brad Snetsinger und Kyle Doyle. Christian Billich kam so im dritten Sturm zum Einsatz.

Das Spiel aber, das nahm von Beginn an einen schlechten Verlauf. Wieder einmal wurden die Huskies von Frankfurt in der Anfangsphase unter Dauerdruck gesetzt. Und anders als etwa beim 4:3-Sieg der Gäste im Hessenpokal führte das ganz schnell zum Erfolg. Nach gerade mal 90 Sekunden war Boris Ackers an alter Wirkungsstätte erstmals geschlagen. Kyle Doyle hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, da traf David Cespiva von der Blauen Linie.

Die Huskies drohten danach förmlich unterzugehen, hatten Glück, dass nicht noch mehr passierte als der zweite Treffer (Schmid, 6.) für die Löwen. Es dauerte bis zur elften Minute, ehe Branislav Pohanka den ersten halbwegs gefährlichen Torschuss abgab. Und erst ab der ersten eigenen Überzahl fanden die Huskies langsam ins Spiel, jubelten sogar, als Michi Christ den Schuss von Sven Valenti abfälschte. Schiedsrichter Hurtik sah den Puck jedoch nicht hinter der Linie (12.).

Die Gäste hatten dann noch einmal Glück, als Marton Vas in der Schlussminute des ersten Durchgangs den Pfosten traf. Trotzdem: Rumrichs Team hielt dagegen. Eine Wende aber, die konnten sie nicht erzwingen. Nach wenigen Minuten im Mitteldrittel führten die Gastgeber 4:1. Zunächst vollendete Christian Wichert einen wirklich perfekten Konter (25.), dann spielte Clark Breitkreuz die Verteidigung einschließlich Torhüter Ackers aus (28.). Dazwischen aber lag immerhin der erste Kasseler Treffer, den Austin Wycisk in Überzahl aus der Nahdistanz erzielte.

Vor allem Manuel Klinge (35.) hätte für einen weiteres Erfolgserlebnis sorgen können, scheiterte jedoch an Braeden Johnson. Was die Huskies draufhaben können, das zeigte Brad Snetsinger dann aber im Schlussdrittel. 70 Sekunden waren gespielt, da spazierte Kassels Publikumsliebling durch die Verteidigung und traf ganz trocken zum 2:4. Plötzlich war wieder Hoffnung da. Die Huskies waren ja auch längst gleichwertig. Es war nun ein rasantes Duell mit Chancen auf beiden Seiten.

Fotos vom Spiel aus Frankfurt:

Derby: Kassel Huskies gegen Frankfurter Löwen

Dann aber traf Landon Gare zweimal, sorgte für die endgültige Entscheidung. Verloren aber hatten die Gäste das Spiel bereits in der schwachen Anfangsphase.

SR: Hurtik (Darmstadt), Z: 6339, Tore: 1:0 (1:30) Cespiva (Schoofs - 5:4), 2:0 (5:45) Schmid (Martens), 3:0 (24:08) Wichert (Mueller), 3:1 (25:02) Wycisk (Doyle, Pohanka - 5:4), 4:1 (27:12) Breitkreuz (Liesegang, Jarvis), 4:2 (41:19) Snetsinger (Glusanok), 5:2 (47:27) Gare (Liesegang, Martens), 6:2 (56:55) Gare (Jarvis), Strafminuten Frankfurt 10 - Kassel 6.

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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