Stefan Traut wartet auf Zu- oder Absage

DEB: Verband droht Zweitligisten erneut

Kassel. Stefan Traut, Geschäftsführer der Kassel Huskies, bleibt ruhig. Auch trotz der Pressemitteilung, die der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) gestern verschickt hat. „Der Deutsche Eishockey-Bund erteilt DEL II endgültige Absage“ lautet die Überschrift.

Weiter heißt es darin: „Die Kündigung der Klubs der ESBG des Kooperationsvertrages mit dem DEB (...) zwingen den DEB dazu, keinen neuen Kooperationsvertrag mit der ESBG oder einer neuen Gesellschaft abzuschließen.“

Der Absage an die von den Zweitligisten angestrebte DEL II folgt stattdessen eine weitere Fristverlängerung: Bis zum 7. Juni können sich die Bundesligisten – neun haben das noch nicht getan – nun beim Verband für dessen Zweite Liga bewerben. Bislang galt der 31. Mai als Meldeschluss.

Klubs, die sich nicht bewerben, könnte, so droht der DEB, die spätere Rückkehr in den nationalen und internationalen Bereich verweigert werden. Zudem bietet der DEB an, dass die Zweitligisten einen Vizepräsidenten bestimmen können.

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Die Eishockey-Jugend Kassel (EJK) hatte als Stammverein und DEB-Mitglied die Bewerbung der Huskies vor Längerem abgegeben. Auch für die Stammvereine mit dem Nachwuchsspielbetrieb werde durch eine DEB-geführte Zweite Liga Rechtssicherheit geschaffen, heißt es in der Pressemitteilung. EJK-Chef Marc Berghöfer, der vor allem die Interessen des Nachwuchses im Blick hat, liegt deshalb eher auf Linie des DEB.

Stefan Traut

„Als möglicher Nachrücker in die Zweite Liga kann ich zu der Diskussion nichts sagen. Äußern kann ich mich erst, wenn ein Ergebnis feststeht. Wenn die Zweitligisten wissen, wie und wo sie spielen, und wir eine Ab- oder Zusage für eine Spielklasse haben“, sagt derweil Traut und ergänzt: „Wir warten weiter ab, was kommt.“

Bis die Huskies Klarheit haben, sind Traut die Hände gebunden. Einen Budgetplan aufzustellen ist schwierig, weil er nicht nur die Liga nicht kennt, sondern auch keinen Spielplan oder mögliche Gegner. „Dauerkarten würden wir gern verkaufen, aber das geht natürlich noch nicht.“ Optionen auf Saisontickets anzubieten, wie es Bad Nauheim mache, sei für die Huskies kein Thema. (mis)

Quelle: HNA

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