Samstag ist Homburg zu Gast, 14 Uhr

Maurice Springfeld trifft mit dem KSV Hessen auf den Ex-Klub: Die Null soll wieder stehen

Maurice Springfeld.
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Aus Homburg nach Kassel: Verteidiger Maurice Springfeld.

Als der FC Homburg das letzte Mal im Auestadion zu Gast war, stand Maurice Springfeld über 90 Minuten auf dem Feld und sorgte dafür, dass hinten die Null stand.

Kassel – Am 26. September 2020 war das – damals lief der 23 Jahre alte Innenverteidiger allerdings noch für die Homburger auf und nahm aus dem Duell mit dem KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga Südwest drei Punkte mit ins Saarland. Morgen soll es ähnlich laufen. Wenn der FC Homburg dieses Mal bei den Löwen zu Gast ist, soll es aber andersherum laufen, wenn es nach Springfeld geht. Die Null steht beim KSV, die drei Punkte bleiben in Kassel.

Der 23-Jährige ist einer von acht Neuzugängen, die in diesem Sommer ihre fußballerische Heimat nach Kassel verlegten. Mit dem ebenfalls neu gekommenen Hendrik Starostzik bildet er in Abwesenheit des noch verletzten Kevin Nennhuber die Stamm-Innenverteidigung. Nach zwei Jahren in Homburg, die durch viele Verletzungen geprägt waren, ist er nun fit. Das Rückspiel in der vergangenen Spielzeit, das die Löwen auswärts 2:1 gewannen, verpasste Springfeld wegen einer Schulterblessur. Morgen werden die KSV-Fans ihn ab 14 Uhr mit ziemlicher Sicherheit in der Startelf sehen.

„Ich freue mich schon. Bis auf die Neuzugänge kenne ich alle, auf die wir morgen treffen“, sagt Springfeld. In Homburg spielte er zeitweise auch unter Trainer Matthias Mink, der eine KSV-Vergangenheit hat. „Das war ein super Trainer, das muss man sagen. Wir hatten nach der Corona-Pause damals nur einfach keinen Erfolg mehr“, berichtet er. „In Homburg lief alles unter Profifußball. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied zum KSV. Hier arbeiten alle oder studieren nebenbei“, sagt der Verteidiger, der sich in dieser Spielzeit aber auch noch ganz auf den Fußball konzentrieren möchte.

Warum der Wechsel nach Kassel? „Ich wollte näher an meine Heimat und zur Familie. Und ich wollte einfach wieder mehr Unbekümmertheit, dass alles etwas lockerer ist, ich wieder mehr Spaß am Fußball habe“, erzählt Springfeld, der aus Hannover stammt, wo seine Freundin lebt. „Ich habe aber auch noch nie so eine Mannschaft wie hier erlebt. Freddy und Iksi (Frederic Brill und Lukas Iksal, Anm. d. Red.) habe ich das zum Beispiel auch schon oft gesagt. Ich wurde unglaublich gut aufgenommen. Ich habe erst zwei Tage vor dem Trainingsstart meinen Vertrag unterschrieben. Aber mir haben sofort so viele Mannschaftskollegen geschrieben“, ist der Verteidiger von seinem neuen Umfeld begeistert. „Bis vor zwei Wochen habe ich im Hotel gelebt, musste deswegen in Restaurants essen. Irgendwer war immer dabei“, fügt er an.

Sich selbst beschreibt Springfeld als einen untypischen Innenverteidiger, eher neumodisch. „Ich bin nicht derjenige, der jeden Kopfball holt. Ich versuche, Dinge spielerisch zu lösen.“ Gerade in der letzten Partie beim FSV Frankfurt wurde offensichtlich, dass der 1,84 Meter lange Neuzugang durchaus Impulse im Spielaufbau geben kann.

Homburg, das nach vier Spieltagen mit zwei Punkten Tabellenvorletzter ist, schätzt Springfeld als qualitativ eine der besten Mannschaften der Liga ein. „Es ist dort ein offenes Geheimnis, dass sie in die 3. Liga wollen“, sagt er. Springfeld wird es seinen Ex-Kollegen heute aber so schwer wie möglich machen, die Minikrise zu beenden. (Maximilian Bülau)

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