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KSV Hessen nach 2:2 gegen Koblenz: Die Stürmer treffen, der Neue leidet

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Von: Maximilian Bülau

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Marcel Fischer (links) und Daniele Vesco.
Torschütze: Marcel Fischer (links), der den ersten Saisontreffer für den KSV Hessen erzielte, hier zusammen mit Daniele Vesco. © Andreas Fischer

Kassel – Die Anzeichen verdichten sich, dass Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel in dieser Woche noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen wird. Ein Mittelstürmer soll kommen. Gerüchten zufolge ein junger Angreifer, der zuletzt in der zweiten Liga der Schweiz aktiv war. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Löwen die Kontakte nutzen, die durch den Wechsel von Daniele Vesco aus der U21 des FC Basel nach Kassel entstanden sind.

In der Vorbereitung war mit Andreas Wittwer ein weiterer Schweizer als Testspieler dabei, der Wechsel kam nicht zustande.

Dass der KSV im Sturmzentrum nachbessern wollte, ist kein Geheimnis, äußerten die Verantwortlichen seit Wochen. Allein: Bislang ist nichts passiert. Nach dem 0:2 zum Auftakt bei der Reserve der TSG Hoffenheim waren die Stimmen lauter geworden, dass ein echter Mittelstürmer der Mannschaft fehle. Es mangelte an Zielstrebigkeit vor dem Tor.

Eine Woche später sieht die Welt zwar nicht ganz anders aus, zumindest ein wenig hat sich die Kritik aber abgeschwächt. Denn: Zwar ließen die Löwen beim 2:2 gegen Rot-Weiss Koblenz am Sonntag vor allem in der ersten Hälfte einige Möglichkeiten aus. Doch nach dem 0:2-Rückstand zur Pause sorgten zwei Stürmer dafür, dass die Löwen noch einen Zähler im ersten Heimspiel holten.

Der eingewechselte Marcel Fischer traf zum Anschluss, Jon Mogge zum Ausgleich. Besonderheit bei Fischer: Der 21-Jährige erzielte nun sowohl das letzte Tor der vergangenen Saison beim 3:0 gegen Gießen sowie das erste der neuen. Gegen Gießen war auch Mogge erfolgreich, sogar doppelt. Die letzten fünf Ligatreffer gehen also auf das Konto des Duos.

Die Zahlen belegen dabei ein Gefühl: Die beiden Angreifer haben einen Entwicklungsschritt gemacht. Fischer sagt: „Ich habe an Selbstvertrauen gewonnen. Es hat extrem lange gedauert, bis ich im Herrenbereich angekommen bin. So früh in der Saison haben ich nicht mit einem Tor gerechnet.“ Fischer, seit 2017 durchgehend bei den Löwen, erst in der Jugend, dann im Seniorenbereich, ist einer, der bei den Fans ankommt. Aus der Jugend in die erste Mannschaft, besonnen, bescheiden, ehrgeizig – und nun auf dem Weg, eine dauerhafte Alternative zu werden.

Ohnehin ist es eine Stärke des KSV, dass er die Offensivreihe komplett durchwechseln kann, ohne an Qualität zu verlieren. Gegen Koblenz kamen neben Fischer auch Lukas Iksal und Daniele Vesco ins Spiel und belebten dieses enorm. Iksal bereitete Fischers Treffer mustergültig vor. „Es fehlt nur in den letzten Aktionen, wir nehmen da manchmal einen Kontakt zu viel“, sagt Fischer. Sollte noch ein Angreifer kommen, wird der Konkurrenzkampf schärfer. Auch wenn es gestern eine Hiobsbotschaft gab: Oliver Issa Schmitt, ebenfalls neu in Kassel, fällt mit Außenbandriss und beschädigtem Kreuzband mindestens drei Monate aus. Es könnte sogar ein halbes Jahr werden. (Maximilian Bülau)

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