1. Werra-Rundschau
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Gestatten, ich bin der Neue beim KSV Hessen: Noah Jones, 20 Jahre, US-Amerikaner

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Noah Jones.
Neu beim KSV Hessen: Angreifer Noah Jones kommt nach Kassel. © Imago/Pius Koller

Nun ist es offiziell: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat doch noch den gewünschten Mittelstürmer gefunden. Der 20 Jahre alte Noah Jones kommt ablösefrei zu den Löwen.

Kassel – Jones war in der vergangenen Saison für den FC Will 1900 in der zweiten Liga der Schweiz aktiv. Im Winter wurde er an den FC Rapperswil-Jona in die dritte Liga ausgeliehen. In die Schweiz war er nach Stationen in der Jugend beim SC Paderborn, dem VfL Wolfsburg und RB Leipzig gewechselt. Nun führt ihn sein Weg nach Kassel ins Auestadion.

Jones ist 1,85 Meter groß und absolvierte sechs Länderspiele für die U17-Nationalmannschaft der USA. Dabei erzielte er drei Treffer. Geboren wurde der US-Amerikaner allerdings in Berlin. Trainer Tobias Damm beschreibt seinen neuen Angreifer als „sehr weit für sein Alter“ und ergänzt: „Er ist kein typischer 20-Jähriger, hat einen sehr guten Körper, einen guten Abschluss, er schießt aus alles Lagen.“ Der Coach hebt aber vor allem das Kopfballspiel von Jones hervor, der zudem sehr intelligent Fußball spiele. In der vergangenen Woche trainierte der Neue bei den Löwen mit und überzeugte dabei die Verantwortlichen. Er habe sich schnell integriert, sagt Damm.

Bemerkenswert: Der junge Stürmer unterschreibt in Kassel für zwei Jahre bis 2024. „Er hat auch Angebote anderer Regionalligisten, die finanziell durchaus attraktiver gewesen wären. Aber er hat sich für das Gesamtpaket bei uns entschieden“, ist Damm froh, einen Spieler wie Jones nach Kassel holen zu können.

Für das Hessenderby am kommenden Samstag beim FSV Frankfurt (14 Uhr) wird Jones noch keine Alternative für die erste Elf sein. Dass er im Kader stehen wird, kann sich Damm aber gut vorstellen. „Er braucht keine lange Zeit, aber ein bisschen schon“, sagt er. Es sei denkbar, dass künftig auch in der 3-5-2-Grundordnung, also mit zwei Angreifern, gespielt werde. „Das haben wir ja ohnehin immer mal wieder gemacht, zuletzt auch gegen Koblenz in der zweiten Hälfte“, sagt Damm.

Jones ist nicht der erste US-Amerikaner, der das Trikot der Löwen trägt. Mitte der 1990er-Jahre spielte Michael Mason ein Jahr im Auestadion, damals für den FC Hessen Kassel. Nach Stationen beim HSV, St. Pauli, Gütersloh, Jena, Aalen, Elversberg und Wattenbach kehrte er 2005 zurück, kam in den drei folgenden Jahren aber nur noch zu 20 Einsätzen in der ersten und zweiten Mannschaft. Sein Zwillingsbruder Marco Mason spielte von 1994 bis 1998 für den FC Hessen, machte 75 Spiele und erzielte sieben Treffer. In der Saison 2002/03 war er ebenfalls für die Löwen aktiv – 30 Einsätze, ein Tor, zwei Vorlagen. Sacir Hot machte 2012 und 2013 nur jeweils ein Spiel für die Erste und Zweite des KSV. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare