Fußball-Hessenligist bleibt im Aufstiegsrennen

KSV Hessen Kassel siegt 4:2 beim VfB Ginsheim

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In der Fußball-Hessenliga hat sich der KSV Hessen Kassel am Sonntagnachmittag  beim VfB Ginsheim 4:2 durchgesetzt. Die Löwen wahren mit dem Sieg ihre Chancen im Aufstiegsrennen.

Ein Gegentor durch einen Freistoß von Ingmar Merle: Das kannten die Hessenliga-Fußballer des VfB Ginsheim schon aus dem Hinspiel. Damals nahm ihnen der Außenverteidiger des KSV Hessen Kassel mit seinem 2:2 kurz vor Schluss den Sieg. Gestern traf Merle in der 27. Minute zum 1:1. Es war der Anfang vom Ende der Ginsheimer Hoffnungen auf einen neuerlichen Coup. Letztlich siegte der KSV Hessen mit 4:2 (2:1) Toren. Damit sind die Nordhessen nur noch einen Punkt vom Tabellenzweiten, Bayern Alzenau, entfernt und bleiben auf Kurs für einen Relegationsplatz im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga.

KSV-Trainer Tobias Cramer zeigte sich nach dem „sehr, sehr intensiven Spiel“ fast erleichtert, die Hürde VfB Ginsheim genommen zu haben. Das Team vom Altrhein erwies sich als er unangenehme Gegner, vor dem Cramer seine Mannschaft gewarnt hatte. „Ich habe dieses Spiel eher als richtungsweisend gesehen als das gegen Bayern Alzenau letzte Woche“, sagte der Übungsleiter.

Der Trainer der Heimelf, Artur Lemm, konnte die Niederlage an seinem 44. Geburtstag verschmerzen. Auch wenn der VfB die Hoffnung hegte, wie in den vergangenen Wochen gegen einen weiteren Favoriten zu punkten. Aber die Elf von der Mainspitze hielt ihr hohes Niveau der Anfangsphase nicht, als die 450 Zuschauer furiose erste 20 Minuten sahen. Da hatte Can Cemil Özer die erste VfB-Chance, nachdem Kassels Jan-Philipp Häuser nach einer Hereingabe über den Ball getreten hatte. Aber Özers Schuss aus der zweiten Reihe parierte KSV-Torhüter Niklas Neumann (13.). Sein Ginsheiner Torhüterkollege Frederic Erb indes verhinderte mit einer Glanztat, dass Marco Dawid den KSV in Führung schoss (16.). Dieses erste Tor fiel vier Minuten später auf der Gegenseite: Einen Schuss von Liam Fisch von der Strafraumgrenze vermochte Neumann nur abzuklatschen, den Abpraller verwertete Nils Fischer.

In dieser Phase „waren wir in der einen oder anderen Situation nicht so handlungsschnell“, sagte Cramer, der vorausschauendes Denken vermisste. Weshalb die Männer mit dem Löwen auf der Brust zuweilen zu spät dran waren, um Räume rechtzeitig zu schließen. Aber dann kam Merle mit seinem 18-Meter-Freistoß. Wobei Lemm infrage stellte, ob das vorherige Foul von Masaki Murata an Dawid wirklich eines war. Nur zwei Minuten später sorgte Mahir Saglik mit seinem Lupfer über Erb für die Gästeführung.

„In den entscheidenden Phasen haben wir die Qualität auf den Platz gebracht, die wir benötigt haben“, so Cramer. Saglik nach Pass von Jon Mogge (59.) und Adrian Bravo Sanchez nach einem Konter (68.) sorgten mit dem 1:4 für die Entscheidung.

In der Schlussphase scheiterten Mogge mit einem satten Volleyschuss und der eingewechselte Joannis Mitrou am prächtig parierenden Keeper Erb. Statt die Führung auszubauen, schmolz sie sogar noch um einen Treffer. Denn Liam Fisch traf per Dropkick zum 2:4-Endstand.

Statistik: So hat der KSV Hessen gespielt

Ginsheim: Erb - Wagner (72. Lukas Manneck), Fischer, Fisch, Mehnatgir (82. Matthias Manneck), Murata, Amoako (60. Ogura), Thomasberger, Platten, Hertlein, Özer

Kassel: Neumann - Bravo Sanchez, Brill (50. Schwechel), Mogge, Evljuskin, Brandner (84. Ziegler), Merle, Dawid (76. Mitrou), Saglik, Häuser, Najjar

SR: Jung (Giesenhausen) - Z.: 450

Tore: 1:0 Fischer (20.), 1:1 Merle (27.), 1:2 Saglik (29.), 1:3 Saglik (59.), 1:4 Bravo Sanchez (68.), 2:4 Fisch (87.)

Von Dirk Winter

Quelle: HNA

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