Trainer und Spieler äußern sich 

KSV Hessen in Zeiten des Spielverbots: Nur Training, trotzdem gute Laune

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Sind nun mehr auf dem Trainingsplatz: Die Spieler des KSV Hessen Kassel. 

Sie dürfen nicht spielen und müssen deswegen mehr trainieren: Die Akteure des Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel sind in diesen Tagen unter sich.

Grund ist das zweiwöchige Spielverbot, das der Hessische Fußball-Verband (HFV) nach den Vorkommnissen bei der letzten Partie der vergangenen Saison gegen Flieden ausgesprochen hat. Wie gehen Trainer und Spieler mit der Situation um?

Dietmar Hirsch:Der neue Trainer der Löwen ist gar nicht mal so unglücklich, dass er nun zwei Wochen hat, in denen er sich ganz auf die Trainingsarbeit konzentrieren kann. „Natürlich hätten wir gern gespielt. Es ist auch immer gut, mal etwas Abwechslung vom Trainingsalltag zu haben. Für mich ist die Situation aber gut. So lerne ich alle besser kennen“, sagt der 47-Jährige.

Dietmar Hirsch, Trainer des KSV Hessen

Ohnehin ist Hirsch der Meinung: „Das können wir nicht beeinflussen, wir dürfen also nicht meckern.“ Als Leidtragenden sieht der Coach eher die Testgegner: „Klar, wir können in solchen Partien etwas ausprobieren. Aber als Traditionsverein können wir anderen Mannschaften durch Tests etwas geben. Das dürfen wir nun nicht.“

Ingmar Merle: Entspannt sieht es auch Ingmar Merle, der mittlerweile aus dem Urlaub zum Team gestoßen ist. „Wenn man eine komplett neue Mannschaft hat, dann ist es von Vorteil, Spiele zu haben. Bei uns ist aber ein Großteil zusammengeblieben. Da ist es nicht so ein großes Problem, wenn man erst mal nur trainiert“, sagt der 29-Jährige.

Für den Trainer sei es sicher gar nicht schlecht, sagt Merle. Im Training sehe dieser Dinge, die im Spiel nicht so auffallen würden. Die Sperre habe aber einen Beigeschmack. „Wieder eine Vorgabe vom HFV. Damit müssen wir umgehen.“

Frederic Brill:Der 27-Jährige hat im Urlaub vom Spielverbot erfahren. „Ich dachte erst, das sei ein Scherz“, sagt er. Brill ist aber der Meinung, in den ersten zwei Wochen der Vorbereitung entstehe für die Mannschaft kein Nachteil. Der Trainer könne das Team so individuell belasten. Auch beim elf gegen elf im Training gebe es eine hohe Intensität. Dennoch: „Aus Prinzip: Es ist wieder einmal eine lächerliche Entscheidung vom Verband“, sagt er.

Tim Brandner:„Testspiele auf Wettkampfbasis sind wichtig. Aber wir haben nach Ablauf der Sperre noch Zeit“, sagt Tim Brandner. Auch der 28-Jährige kann das Verbot aber nicht wirklich nachvollziehen: „Ich habe in Flieden auf der linken Seite gespielt, also auch da, wo unsere Fans standen. Bis zur 70. Minute – als wir das 1:1 machen – hat es niemanden gestört. Dann war es auf einmal ein Problem.“

Quelle: HNA

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