Klassenerhalt perfekt

KSV Hessen kassiert bei der Reserve der TSG Hoffenheim den Ausgleich in Überzahl

Mahir Saglik (rechts) und Quincy Lee Butler.
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Elfmeter verwandelt: Mahir Saglik, hier rechts im Hinspiel bei einem Laufduell gegen Quincy Lee Butler, brachte den KSV in Führung.

Unter normalen Umständen wäre diese Partie ein richtiger Abstiegskrimi gewesen. Der KSV Hessen Kassel (13.) zu Gast bei der Reserve der TSG Hoffenheim (15.).

Hoffenheim – Zwei Punkte trennten beide Mannschaften vor dem direkten Duell. Doch weil die Verantwortlichen der Fußball-Regionalliga Südwest zuletzt ja den Aufstieg aus den Oberligen ausgesetzt, sich die Zahl der Absteiger aus der vierten Liga damit auf zwei reduziert hatte, war die ganz große Spannung vorab nicht mehr gegeben. Beim Blick aufs Personal ist das 1:1 (0:0) ein Ergebnis, mit dem die Löwen leben können. Ein Nebeneffekt: Der Klassenerhalt ist bei nur zwei Absteigern nun sicher.

Zwar kehrte Alban Meha zurück, saß zunächst auf der Bank. Weil sich Nils Pichinot aber bereits früh an den Adduktoren verletzte, wurde der 35-Jährige bereits nach 28 Minuten eingewechselt. Im Tor stand bei den Löwen Maximilian Zunker, weil Nicolas Gröteke wegen einer Zerrung fehlte. Zudem musste Trainer Tobias Damm noch auf den gesperrten Adrian Bravo Sanchez verzichten.

Alles andere also als gute Voraussetzungen. Wieder einmal. Die Hoffenheimer waren in den ersten 45 Minuten spielerisch überlegen, doch der KSV verteidigte bei widrigen Bedingen – Sturm und Regen – richtig gut. Und er hatte auch zwei richtig gute Möglichkeiten, jeweils durch Ingmar Merle. In der 15. Minute probierte es der 31-Jährige von der Mittellinie. TSG-Schlussmann Philipp Pentke konnte gerade noch zur Ecke klären. Es sind einfach die Merle-Wochen, er steht ja zum zweiten Mal in Folge in der Auswahl zum Tor des Monats. Gleich zu Beginn hatte sich der Rechtsverteidiger eine Platzwunde zugezogen, konnte aber weitermachen. Die zweite gute Möglichkeit der Löwen hatte ebenfalls Merle mit einem Freistoß aus 25 Metern, der knapp am linken Pfosten vorbeiging (44.).

Die Löwen gingen dennoch in Führung, nicht durch Merle, sondern durch Mahir Saglik. Deji-Ousman Beyreuther hatte einen Schuss des eingewechselten Leonardo Zornio auf der Torlinie mit dem Arm geblockt. Er sah dafür folgerichtig die Rote Karte, zudem gab es Handelfmeter. Saglik nahm sich der Sache an, guckte den Torwart aus und verwandelte flach unten rechts (76.). Das 16. Saisontor des 38-Jährigen.

In Unterzahl legten die Hoffenheimer noch einmal einen Gang zu. In einer Druckphase war es schließlich der eingewechselte Fabian Rüth, der eine Flanke von der linken Seite 14 Meter vor dem Tor annahm und flach unten ins linke Eck traf (85.). So wurde es am Ende ein verdientes Unentschieden für stark kämpfende Löwen. (Maximilian Bülau und Jan Zurheide)

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