Dienstag kommt Offenbach, 18.30 Uhr

KSV Hessen holt einen Punkt in Elversberg: Mit etwas Glück und Gröteke

Ingmar Merle  (links) und Felix Müller.
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Starker Einsatz: Ingmar Merle vom KSV Hessen Kassel (links) stoppt Elversbergs Felix Müller mit einer Grätsche.

„Zum Gewinnen hat ein bisschen was gefehlt.“ Das sagte Tobias Damm, Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, einen Tag nach dem Auswärtsspiel seiner Löwen bei der SV Elversberg.

Elversberg/Kassel – Für einen Punkt hatte es aber gereicht für seinen KSV beim Vizemeister des Vorjahres. Mit einem 0:0 kehrten die Löwen aus dem Saarland zurück.

Diesen holten sie mit etwas Glück – und dank eines überragenden Torhüters Nicolas Gröteke. Schon morgen steht die nächste Partie an. Ab 18.30 Uhr ist der Vorjahresdritte Kickers Offenbach zum Derby zu Gast.

Der Blick zurück

Personell sah es ja ohnehin schon nicht gut aus für den KSV. Und dann auch noch das: Beim Warmmachen wurden die muskulären Probleme bei Hendrik Starostzik wieder bemerkbar, Damm wollte kein Risiko eingehen, der Innenverteidiger blieb draußen. Auf der Bank saßen neben Nils Stendera und Marcel Fischer nur A-Jugendliche oder Spieler, die gerade aus dieser zu den Senioren gewechselt sind.

Alles andere als gute Voraussetzungen also – aber gerade in diesen Situationen hat der KSV in der vergangenen Spielzeit immer wieder überrascht. Nun ist es nicht so, dass ein Punktgewinn in Elversberg für die Löwen beinahe unmöglich wäre. Aber bei diesen Bedingungen ist dieses 0:0 viel wert.

„Es war schon eher glücklich“, sagte Damm gestern. „In der ersten Halbzeit waren sie zweimal allein vor unserem Tor“, fügt er an. Allein vor Gröteke. Doch der 20 Jahre alte Schlussmann vereitelte beide Möglichkeiten glänzend. „Er hat uns im Spiel gehalten. Das waren zwei einhundertprozentige Chancen. Er ist lange stehen geblieben. Gerade diese Aktionen sind wichtig für ihn“, sagte der KSV-Trainer.

Kurz vor der Pause hatte Jascha Döringer dann sogar die Möglichkeit, den KSV in Führung zu bringen, traf den Ball aber nicht richtig. Nach etwa einer Stunde stellte Damm dann von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1 um. Ein paar Strafraumszenen gab es noch für die Elversberger, doch der KSV verteidigte nun besser. Was fehlte, war die Entlastung. Zum Gewinnen hat am Ende eben doch noch ein bisschen was gefehlt.

Der Blick nach vorn

Einfacher wird es wohl auch morgen nicht für den KSV. Damm sagt sogar: „Von der Dynamik und der spielerischen Klasse ist Offenbach für mich noch einen Deut besser als Elversberg.“ In der vergangenen Saison setzte es zwei deutliche Niederlagen für die Löwen – erst ein 1:5 in Offenbach, dann ein 0:4 im Auestadion. Damm sagt: „Da waren wir in beiden Spielen weit weg. Aber es waren auch zwei Spiele ohne Fans.“ Der Trainer hofft, dass morgen 2000 bis 2500 Zuschauer kommen werden, um sein Team anzufeuern. „So eine Kulisse haben wir seit dem Aufstieg nicht mehr gehabt“, merkt er an. Und Damm geht davon aus, dass die Mannschaft in diesem Jahr näher am Niveau des Gegners ist.

Personell wird es auch am Dienstag nicht viel besser aussehen als am Samstag. Hendrik Starostzik wird wohl wieder einsatzbereit sein, war seine Pause in Elversberg doch nur eine Vorsichtsmaßnahme. Neue Verletzte sind nicht hinzugekommen, auch wenn Stendera direkt nach seiner Einwechslung gleich wieder einen Schlag auf den ohnehin lädierten Fuß bekommen hat. Paul Stegmann ist seit vergangenem Freitag zurück im Training. Serkan Durna und Brian Schwechel sind fraglich, über ihren möglichen Einsatz soll laut Damm kurzfristig entschieden werden.

Die Südhessen sind mit zehn Punkten aus fünf Spielen ordentlich in die neue Spielzeit gestartet. Auf eine Niederlage am dritten Spieltag gegen Ulm folgte ein 1:1 in Koblenz. Dementgegen stehen drei Siege gegen Homburg, in Elversberg und am vergangenen Freitag gegen Hoffenheim II. Dabei sind die Offenbacher recht minimalistisch unterwegs, stellen mit vier Gegentoren die beste Abwehr der Liga – haben aber auch erst sechs Treffer erzielt. Zum Gewinnen könnte dem KSV am Dienstag bestenfalls etwas weniger fehlen. (Maximilian Bülau)

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